Gasspeicher
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Das Fachressort berief sich in seiner über die Sozialmedien verbreiteten Pressemitteilung auf die aktuelle Statistik des europäischen Gasverbandes GIE, wonach die Gasspeicher in der EU zu durchschnittlich 80% gefüllt sind. Ungarn rangiert in diesem Vergleich mit 71% zwar unter dem Durchschnitt. Das Energieministerium unterstreicht jedoch, viel relevanter sei, welchen Anteil am Verbrauch die aktuell eingespeicherten 48 TWh erbringen.
In dieser Hinsicht wird das Land nur von drei anderen EU-Mitgliedstaaten übertroffen: Lettland erreicht paradox anmutende 125% des Eigenbedarfs aus dem einfachen Grunde, die Nachbarstaaten im Baltikum, Estland und Litauen mitzuversorgen, in denen es keinerlei Speicherkapazitäten gibt. Österreich hat bereits über 90% seines Bedarfs eingebunkert, die Slowakei 60%. Dahinter folgt bereits Ungarn mit 45%; ähnlich gut sind die Tschechen (43%) auf die nächste Heizsaison vorbereitet. Deutschland und Italien haben ihre vorhandenen Kapazitäten zwar absolut besser gefüllt, als die Ungarn, können damit aber nicht einmal ein Viertel ihres europaweiten Spitzenbedarfs von 905 bzw. 725 TWh abdecken. Auch im EU-Durchschnitt ist der am Verbrauch gemessene Füllstand mit 24% weit weniger beruhigend.
Der Verbrauch der ungarischen privaten Haushalte fiel inmitten der Energiekrise von 3,9 auf 3,4 Mrd. m3. Diese Bedarfsmenge übertreffen die schon heute eingespeicherten Kapazitäten von 4,5 Mrd. m3, wovon 1,9 Mrd. m3 die per Regierungsbeschluss festgelegte strategische Reserve darstellen.
