Einzelhandel
Angst vor der Inflation?
Das Zentralamt für Statistik (KSH) präsentierte am Montag die Einzelhandelsdaten für den Monat Februar. Die Zahlen wirken nur auf den ersten Blick überzeugend, wonach der Vorjahreswert nach Kalendertagen und um den Effekt des Schaltjahres bereinigt um 3,3% übertroffen wurde. Ohne diese Korrektur lag das Einzelhandelsvolumen im zweiten Monat um 0,2% unter dem Wert vom Februar 2024. Saisonal und nach Kalendertagen bereinigt wurde aber auch das Volumen vom Januar verpasst (-0,6%).
Die bereinigten Zahlen zeigen in allen drei Hauptsegmenten einen Rückschlag gegenüber dem Jahresbeginn. Das Nonfoodsegment schneidet noch immer am besten ab (+5,0%), hat aber einen halben Punkt zur Dynamik vom Januar eingebüßt. In Apotheken und Drogerien wurde gleich ein Zehntel mehr konsumiert, bei Bekleidung (-4,5%), Gebrauchtwaren, Büchern und Computertechnik (ca. -3%) sparten die Ungarn derweil. Im Lebensmittelsegment erreichte der Anstieg noch 3,5%, die schwächste Dynamik seit September! Und an den Tankstellen kam bei wieder steigenden Preisen nicht viel mehr als Stagnation heraus (+0,5%). Die Gesamtumsätze des Handels beschränkten sich im Februar auf rund 1.450 Mrd. Forint. Das sind absolut 30 Mrd. Forint weniger als im Januar.
In den ersten zwei Monaten ist das Einzelhandelsvolumen roh um 2,2%, nach Kalendertagen bereinigt um 4,0% gestiegen. Der Lebensmittelhandel (+4,1%) hält diesen Durchschnitt, das Nonfoodsegment (+5,3%) bleibt die erste Wachstumslokomotive, der Kraftstoffhandel (+1,1%) zeigt weiterhin große Zurückhaltung der Kunden.
