Bauwesen
2026 wird definitiv besser!
Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage des Landesverbandes der Bauunternehmer (ÉVOSZ). Laut Verbandschef László Koji bieten „Otthon Start“ und das Programm zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden eine Chance für einen Durchbruch. Nach ÉVOSZ-Berechnungen könnten beide Programme zusammen bis 2026 zusätzliche Aufträge im Wert von 1.000 Mrd. Forint (gut 2,6 Mrd. Euro) für die Bauwirtschaft generieren. Der Fachverband befragte für seine Marktbewertung 400 Bauunternehmen. Die Mehrheit sind kleine und mittlere Unternehmen (je 30%), 22,5% sind Großunternehmen und 17,5% Kleinstunternehmen.
Was das Geschäft belastet
Im I. Halbjahr verzeichneten 65% der Unternehmen einen Umsatzrückgang von durchschnittlich 24%. Gründe dafür waren der Ukraine-Krieg, ausbleibende staatliche Investitionen und die Zurückhaltung der Bevölkerung. 15% der Unternehmer meldeten keine Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während 20% einen Umsatzanstieg von durchschnittlich 17,5% verzeichneten. 2024 lag die Umsatzrendite bei 40% der befragten Unternehmen zwischen 5% und 10%, bei 15% über 10%. Weitere 15% erreichten eine Rendite zwischen 3% und 5%, während 30% unter 3% blieben. Für 2025 erwarten 12,5% der Befragten eine Verbesserung, 27,5% Stagnation und 60% einen Rückgang.
Auftragsmangel
87,5% der befragten Unternehmen nannten Auftragsmangel als größten Hemmfaktor. Mit 60% bzw. 57,5% folgten häufige Änderungen der wirtschaftlichen Regulierung und unlauterer Wettbewerb. Zwei Drittel verzeichneten im vergangenen Jahr einen Rückgang der Auftragszahlen, 22,5% Stagnation. Nur 10% meldeten einen Anstieg in den Bereichen Bauausführung und Gebäudetechnik. Die Hälfte der Unternehmen erwartet für dieses Jahr eine Auslastung zwischen 50-80%. 20% rechnen mit 40-50%, weitere 10% mit 20-40%. Nur 12,5% prognostizieren eine Auslastung von über 80%. 17,5% der Befragten planen einen Personalabbau. 65% der Unternehmen wollen ihre Mitarbeiterzahl halten, 17,5% rechnen in den nächsten sechs Monaten mit einem Personalzuwachs.
