MOL-Chef Zsolt Hernádi: „Wir haben eine Verantwortung für die Versorgungssicherheit in Mitteleuropa.“ Foto: Árpád Földházi

Interview mit MOL-Chef Zsolt Hernádi über Sanktionen, Preisdiktate und Sondersteuern

Niemand hat das Recht, Mitteleuropa zu zerschlagen

Wen schmerzen die Sanktionen mehr: die Russen, oder doch die Europäische Union?

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4 Antworten auf “Niemand hat das Recht, Mitteleuropa zu zerschlagen

  1. Wer in den letzten Wochen Brüssel genau beobachtet hat, musste erkennen, dass wir von Stümpern und Verbrechern in den Schwitzkasten genommen werden, weil diese erst Energie-Embargos gegen Russland fordern, um sich dann anschließend darüber zu beklagen, dass Putin die Gas und Öl als politische und wirtschaftliche Waffe verwendet. So blöd können nur Trullas wie die Ursula aus Deutschland sein. Zum Glück gibt es noch Verstand in der Wirtschaft.

    1. Wer nur das heute sehen kann, weiß natürlich nichts vom morgen.

      Die EU wird ihre Abhängigkeit von russischen Lieferungen bald überwunden haben. Dann wird sich zeigen, ob die Russen die Rückkehr zur Mangelwirtschaft toll finden werden, denn ohne westliche Technik können die Russen ja nicht einmal ihre Gasleitungen offen halten.

      Es gibt natürlich die rechten Penner, die wieder einmal die Entwicklung verschlafen, während sie sich die Geschichte schön träumen. 🙂

      Die Franzosen nutzen z.B. ihre eigene Atomtechnik, können aber nicht mal die Hälfte ihrer AKWs am Laufen halten.
      Fidesz träumt währenddessen noch immer vom neuen AKW, das mit russischen Krediten von den Russen gebaut wird. Aber schon die Generatoren bekommen sie nicht installiert, denn die müssten von westlichen Firmen kommen, die nun nicht mehr mitspielen wollen.
      Am Ende produzieren westliche Firmen Wasserstoff mit erneuerbarer Energie in Australien, während Fidesz-Leute zur Bau(losen)stelle von AKW Paks 2 pilgern.

  2. Die Sanktionen sind einfach westlicher Selbstmord, weil man das dringend Benötigte verwirft; und es gelingt damit nicht, Rußland von der ganzen übrigen Welt zu isolieren, auch nicht mit dem Verbot, daß niemand mehr mit Rußland in Dollar handeln darf. Dann gibt es eben mehr Welthandel ohne Dollar. Denn der größte Teil der Welt sieht sich jetzt nicht mit an, daß der Westen Stück für Stück die ganze Weltherrschaft erringen will.

    1. Etwas mehr Weitsicht und man erkennt, dass die freie Marktwirtschaft (so man sie nicht mit Preisdiktaten und willkürlichen Steuern abschnürt) stellt sich sehr schnell um und geht dann sogar gestärkt aus solchen Krisen.

      Nun werden z.B. die erneuerbaren Energien einen Investitionsschub erfahren.

      Wer hingegen weiterhin auf alten Gäule setzt, der wird bald nicht mehr ernten.

      Russland wird als Pinscher an der Leine der Chinesen enden – das ist dann Putins Vermächtnis.

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