Bumchun Precision Hungary Kft.
Vietnamesen für Ungarn?
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Das Wirtschaftsministerium hat nach Medienberichten eine Untersuchung bei der Bumchun Precision Hungary Kft. eingeleitet. Das Unternehmen habe das Fachressort informiert, es sei Personal in Verbindung mit einem vorübergehenden Rückgang der Produktion abgebaut worden. Bereits im Frühling würde die Belegschaftsgröße auf das normale Niveau zurückkehren. Das Ministerium warnt alle Unternehmen, ausländische Arbeitskräfte dürften ausschließlich dann eingestellt werden, wenn keine einheimischen Arbeitskräfte mehr zur Verfügung stehen.
Das Portal 24.hu schrieb von 60 Mitarbeitern, die Bumchun im Dezember aus der Fabrik in Salgótarján entließ, wo Komponenten für Batterien von Elektroautos gefertigt werden. Die von der Maßnahme betroffenen Arbeitnehmer kamen überwiegend ebenfalls in Vermittlung einer Leiharbeitsfirma zu dem südkoreanischen Unternehmen. Parallel trafen am Jahresende jedoch zahlreiche vietnamesische Gastarbeiter an dem Standort ein, die von den später entlassenen Ungarn angelernt wurden.
Das Portal erinnert an einen Regierungsbeschluss aus dem Jahre 2019, wonach der Staat die Investition der Koreaner in Höhe von 13,3 Mrd. Forint mit Zuschüssen von 2,65 Mrd. Forint (zu heutigen Preisen 7 Mio. Euro) bedachte. In der Begründung hieß es damals, es handele sich um einen Tier 1-Zulieferer der Automobilindustrie, der 200 Arbeitsplätze schaffe. Später wies Bumchun in seinen Jahresabschlüssen sogar staatliche Zuschüsse von 3,6 Mrd. Forint aus.
