Aldi Magyarország
Unfair behandelt
Bernhard Haider gab dem Wirtschaftsportal vg.hu ein ausführliches Interview, in dem er die MOHU Zrt. scharf für eine unlängst beschlossene Änderung der an die Handelspartner gezahlten „Provisionen“ kritisierte. „Einen Vertrag einseitig zu Lasten des Partners zu modifizieren kann man wohl kaum als fair bezeichnen“, sagte der Geschäftsführer der Aldi Magyarország Bt. mit Hinweis auf die Bewirtschaftung der Pfandautomaten, die für das Unternehmen schon bislang ein Verlustgeschäft war. Die willkürlich von 7,50 auf 3,50 Forint pro Behälter gesenkte Provision verursacht Aldi dem Topmanager zufolge auf Jahresebene einen weiteren Verlust um 1 Mrd. Forint.
Haider gab in dem Interview auch veränderte Öffnungszeiten bekannt: Voraussichtlich ab Mitte September öffnen die Aldi-Filialen demnach sonntags bereits um 7 Uhr. (Die Schließzeit ist einheitlich 19 Uhr.) Wenngleich demnächst in Eger die 185. Filiale der Diskontkette öffnet, bezeichnete der Geschäftsführer jede Expansion in dem gegebenen rechtlichen Umfeld (Stichwort: Plaza-Stopp) als schwierig. Dabei erhält Aldi ungezählte Anfragen von Gemeinden ebenso wie von Bürgervertretern, etwa wo Wohnparks mit hunderten Wohneinheiten entstehen, ohne durch eine Laden-Infrastruktur abgesichert zu sein.
Aldi zahlt seinen Beschäftigten (bei Vollzeitanstellung) brutto 520.-720.000 Forint im Monat für Filialmitarbeiter, bei der Tochtergesellschaft IT Services Gehälter ab 650.000 Forint, bzw. Filialleitern bis zu 1,5 Mio. Forint monatlich.
