Savencia Fromage
Traditionsbetrieb schließt
Von der Entscheidung der Schließung sind etwa 160 Mitarbeiter betroffen, denen Arbeitsplätze in Veszprém und am Standort Kempten in Deutschland angeboten werden. Denjenigen, die dieses Angebot nicht annehmen, wird eine Abfindung gewährt, die über die gesetzlichen und tarifvertraglichen Bestimmungen hinausgeht.
Die Savencia-Gruppe investierte 2018-19 mehrere Milliarden Forint in Veszprém. Dabei wurden eine neue Fabrikhalle, ein Lager, Produktionslinien und ein regionales F+E-Zentrum errichtet. Im Rahmen der Umstrukturierung wurde eine Produktionslinie vom Savencia-Werk in Hesov (Tschechien) in dieses Werk verlegt.
In Répcelak war die Auslastung des Werks in der letzten Zeit gering. Die Modernisierung hätte Investitionen in einem Umfang erfordert, die wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen waren, was schließlich zum Beschluss über die Schließung führte. Schon 2021 war aus ähnlichen Gründen eine Käserei in Zalaegerszeg geschlossen worden. Die Produktion von Frischkäseprodukten aus Répcelak soll schrittweise in das moderne Werk in Kempten (Deutschland) verlagert werden. Die Käserei bleibt aber dem ungarischen Markt und der lokalen Produktion verpflichtet und will die Präsenz bedeutender Marken sichern. Dazu gehört Medve – eine der wichtigsten Marken des Unternehmens, die der Schweizer Käsemeister Frigyes Stauffer 1925 nach Ungarn brachte und in seinem Werk in Répcelak herstellte, das seit 1995 zu Pannontej gehörte. Savencia erzielte 2024 in Ungarn einen Nettoumsatz von 23,8 Mrd. Forint (knapp 60 Mio. Euro). Davon stammten 9,1 Mrd. von Exportmärkten, ähnlich wie 2023.
