Flughafen Debrecen
Staat erwirbt Mehrheit an Betreibergesellschaft
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Im Sinne einer Regierungsentscheidung erwirbt der ungarische Staat 51% der Anteile an der Betreibergesellschaft des internationalen Flughafens Debrecen, informierte Levente Magyar, Staatssekretär im Außenwirtschaftsministerium, auf einer Pressekonferenz am Mittwoch.
Sollte die Bürgerschaft der Stadt Ende Januar grünes Licht geben, so bietet der Flughafen eine gute Grundlage für weitere Entwicklungsmöglichkeiten der ostungarischen Stadt. Bereits heute nimmt Debrecen im wirtschaftlichen und kulturellen Leben des Landes eine wichtige Rolle ein, nicht nur als das Zentrum Ostungarns, sondern der gesamten Region, betonte Magyar. Derzeit investieren bereits mehrere Unternehmen Milliardenbeträge in Debrecen bzw. befinden sich bedeutende Projekte in Vorbereitung.
Wenn der ehrgeizige Entwicklungsplan des Flugplatzes gemeinsam umgesetzt werden kann, avanciert dieser zu einem Verkehrszentrum, an dem im Jahre 2030 ca. 2-3 Mio. Passagiere abgefertigt werden.
OB László Papp verwies auf die Entwicklungsstrategie der Regierung für Debrecen bis 2030, zu der die Entwicklung des Flugplatzes gehöre. Dieser habe sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt, 2019 wurden hier über 600.000 Passagiere abgefertigt. Corona-bedingt waren es im vergangenen Jahr lediglich 75.000. In diesem Jahr könnten die Passagierzahlen immerhin auf über 200.000 ansteigen. Die Regierung gewährte bereits in den vergangenen Jahren Unterstützung für die Betreibung und Entwicklung des Flugplatzes, was auch weiterhin erforderlich sei, meinte Papp. Die Liegenschaft und die darauf befindlichen Objekte verbleiben weiterhin im Eigentum der Stadt. Die besagten 51% der Geschäftsanteile an der Betreibergesellschaft übergibt die Stadt kostenlos an den Staat. Papp fügte hinzu, dass nicht nur Debrecen, sondern auch Nyíregyháza, Miskolc und andere Städte in der Region vom Betrieb des Flughafens Debrecen profitieren. Die Region mit rund 3 Mio. Einwohnern umfasst Nord- und Ostungarn sowie die angrenzenden Gebiete jenseits der Grenze, so dass der Betrieb eines solchen Flughafens in Ostungarn gerechtfertigt ist. In der Region besteht derzeit ein Wettbewerb, da auch Kosice und Oradea über internationale Flughäfen verfügen.
