OTP
Sonderbelastungen schmelzen Gewinn
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Im bereinigten Quartalsgewinn wurden mehrere ergebnismindernde Posten berücksichtigt, die als Pauschalbetrag für das gesamte Jahr ausgewiesen wurden. Die Sondersteuer in Ungarn belief sich auf 128,5 Mrd. Forint, während die Einlagensicherungsprämie in Bulgarien und Slowenien den Gewinn mit rund 17 Mrd. Forint belastete. Bei anteiliger Verbuchung dieser Posten hätte das Ergebnis nach Steuern für diesen Zeitraum knapp 300 Mrd. Forint betragen. Das Betriebsergebnis stieg im I. Quartal im Jahresvergleich um 22% auf 408,1 Mrd. Forint. Die Gesamteinnahmen wuchsen um 15% auf 689,6 Mrd. Forint. Im Kerngeschäft stiegen die Nettozinserträge gegenüber dem Vorquartal um 1% auf 465,4 Mrd. Forint. Das organische und währungsbereinigte Wachstum im Jahresvergleich betrug 7%.
Der Gewinn nach Steuern der OTP in Ungarn belief sich im I. Quartal auf 111 Mrd. Forint, wobei 143 Mrd. Forint aus Dividendenerträgen von Tochtergesellschaften stammten. Im Kerngeschäft verzeichnete die Gruppe ohne Berücksichtigung dieser Dividenden einen bereinigten Verlust nach Steuern in Höhe von 32 Mrd. Forint, was einem Rückgang um 82 Mrd. Forint zum Vorjahr entspricht. Laut Bericht wurde dieses Ergebnis hauptsächlich durch höhere Sondersteuern beeinflusst, während das Betriebsergebnis im Jahresvergleich um 20% stieg. Die Risikobelastungen im I. Quartal betrafen vorwiegend russische und ungarische Staatspapiere in den Büchern.
Die Bilanzsumme belief sich am Quartalsende auf 44.332 Mrd. Forint (+7%). Das Management erwartet für 2025 eine leichte Verbesserung im operativen Umfeld. Die Nettozinsmarge wird sich voraussichtlich in der Nähe des Werts von 4,28% aus dem Jahr 2024 bewegen. Das währungsbereinigte organische Wachstum des Kreditportfolios könnte das letztjährige Wachstumstempo von 9% übertreffen, während die jährliche Eigenkapitalrendite (ROE) unter dem Wert von 23,5% aus dem Jahr 2024 liegen dürfte.
