Samsung SDI
Rausgeworfenes Geld?
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„Viele verstehen nicht, warum es nützlich sein soll, den Großinvestoren aus dem Ausland Zuschüsse in Milliardenhöhe zu geben. Wäre dieses Geld nicht besser in Krankenhäusern und Schulen aufgehoben?“ – Mit dieser rhetorischen Fragestellung beginnt der frühere KDNP-Vorsitzende und Europaabgeordnete László Surján seinen Eintrag in den Sozialmedien, der sich nach einem kritischen Artikel des Portals gondola.hu mit Samsung SDI beschäftigt.
Die Südkoreaner haben in das riesige Werk in Göd nördlich der Hauptstadt binnen eines Jahrzehnts rund 7,5 Mrd. Euro investiert, die staatlichen Zuschüsse erreichten gerade einmal 6,6%. Bei den jüngsten bewilligten Projekten stieg die Förderintensität allerdings auf 14%, der absolute Betrag erreicht satte 350 Mio. Euro. Der Regierungspolitiker im Ruhestand sieht das Geld dennoch bestens angelegt, denn Samsung habe den Betrieb des Werks bis Ende 2038 garantiert, mit einer Mindestbelegschaft von rund 3.300 Beschäftigten. Die monatlichen Bezüge in dem Werk für Batteriezellen liegen knapp unter 900.000 Forint brutto – eine herausragende Bezahlung in Industriebetrieben im Umland. Indirekt profitiert der Bildungsstandort von der F+E-Kooperation des Investors mit Hochschulen des Landes, denn hier geht es um Fragen wie den Technologietransfer.
Surján räumt ein, dass sehr viele Fabriken nur als „verlängerte Werkbank“ dienen, mit bescheidener Wertschöpfung in Ungarn. Im Falle von Samsung SDI sieht er jedoch beiderseitige Vorteile.
