Fotos: MTI/ Zsolt Czeglédi

LEGO Ungarn

Nun das zweitgrößte Werk in der Welt

Mit einer Anschlussinvestition von 54 Mrd. Forint (135 Mio. Euro) stieg das ostungarische Nyíregyháza nun zum zweitgrößten LEGO-Standort der Welt auf.

Es ist das einzige Werk des Unternehmens in Europa, in dem alle Produktionsprozesse – Spritzguss, Dekoration, Montage, Verpackung und Lagerhaltung – vorhanden sind, informierte Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó am Dienstag bei der Eröffnung.

Im Rahmen des Ausbauprojekts erweiterte der dänische Spielzeughersteller seine Verpackungs- und Lagerkapazitäten. Die Investition wurde von der Regierung mit 4,3 Mrd. Forint unterstützt und trug zur Schaffung von 300 neuen Arbeitsplätzen bei.

Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó (M. l.) startet gemeinsam mit Niels B. Christiansen (M. r.), CEO der LEGO-Gruppe, und Chresten Bruun (r.), Werksdirektor und Vizepräsident der LEGO-Gruppe, symbolisch die Produktion in Nyíregyháza.

Flächen mehr als verdoppelt

Die LEGO-Gruppe gründete 2008 ihre ungarische Produktionstochter, die LEGO Manufacturing Kft., in Nyíregyháza. Die Größe des Standorts hat sich seit der Übergabe im Jahr 2014 mit dem Abschluss der jüngsten Erweiterungsphase mehr als verdoppelt, und zwar von damals 120.000 m2 auf heute 262.000 m2.

Das Unternehmen, das mit 4.300 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Region ist, kann dank der Entwicklungen nun 30% mehr Produkte hierzulande produzieren. Der Umsatz des Unternehmens in Nyíregyháza lag im vergangenen Jahr erstmals oberhalb von 100 Mrd. Forint. 2026 wird die Zahl der Mitarbeiter 5.000 Personen erreichen.

Ausbau erneuerbarer Energien

LEGO baut seine erneuerbaren Energiequellen seit Jahren kontinuierlich aus. Derzeit unterstützen 24.000 Solarmodule den Betrieb der Fabrik, ihre Zahl wird bald auf 35.000 steigen. Die LEGO-Gruppe will ihre Abhängigkeit von fossilen Gasen und ihre absoluten Kohlendioxidemissionen bis 2032 im Vergleich zu 2019 um 37% senken. Um dies zu erreichen, untersuchte das Unternehmen, wie es Geothermie zur Beheizung seines Werks in Nyíregyháza nutzen und so seine Heizsysteme bis 2028 vom Erdgas entkoppeln könnte.

Wichtiger Beitrag zur Industrieproduktion

Laut Szijjártó hat die Regierung in den letzten zehn Jahren Projekte von 17 dänischen Unternehmen gefördert, die zu Investitionen im Wert von 230 Mrd. Forint geführt und rund 4.500 Arbeitsplätze geschaffen haben.

LEGO hat maßgeblich zur explosiven Entwicklung der Industrieproduktion nicht nur in Nyíregyháza, sondern im gesamten Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg beigetragen, denn vor zehn Jahren betrug der Wert der lokalen Industrieproduktion lediglich 710 Mrd. Forint, heute sind es 1.710 Mrd. Forint.

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