Mit dem Online-Angebot aus der vorigen Woche hätten manch findige Ungarn besonders große Brötchen (oder halt Muffins) backen können. Foto: Electrolux Magyarország

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Noch einmal Weihnachten?

Eine IT-Panne hätte den Anbieter von Haushaltstechnik um ein Haar mehrere 100 Mio. Forint gekostet.

Rund 1.300 Ungarn durften Mitte Februar noch einmal Weihnachtsgefühle durchleben: Auf der Internetseite von Electrolux Magyarország wurde ein Einbauofen, dessen unverbindliche Preisempfehlung 160.000 Forint (410 Euro) sind, für ganze 1.800 Forint (4,50 Euro) angeboten – zahlreiche Ungarn schlugen bei diesem unwiderstehlichen Angebot zu. Das Unternehmen sprach von einem IT-Problem, das nach einer Stunde behoben war. Die Onlinebestellungen nahm Electrolux zwar entgegen, die E-Mail zur Bestätigung des Kaufvertrags wurde aber nicht mehr ausgesandt. Demnach fühlt sich das Unternehmen nicht in der Pflicht, die bestellten Haushaltsgeräte auszuliefern. Wegen der Unannehmlichkeiten offeriert Electrolux den Kunden aber immerhin einen Rabatt von 20% auf ihre nächste Bestellung.

Erst zum Jahresende schloss der schwedische Konzern sein Werk für Kühltechnik in Nyíregyháza endgültig. Die 650 Mitarbeiter sollen Abfindungen deutlich über den AGB-Standards erhalten haben. Außerdem gelang es, das Werksgelände auf 30 ha unverzüglich an die schwedische Firma Qvantum weiterzuverkaufen. Die zahlte für den wertvollen Standort 38 Mio. Euro und will dort ungefähr ab Jahresmitte eine Produktion von Wärmepumpen anlaufen lassen, mit einer Jahreskapazität im Endstadium von 1 Mio. Wärmepumpen.

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