BYD
Mehr e-Busse aus Komárom
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Wie Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó am Freitag bei der Grundsteinlegung in Komárom bekanntgab, fördert die Regierung das Großprojekt mit Zuschüssen in Höhe von 3,1 Mrd. Forint, denn an dem Standort werden 620 Arbeitsplätze zusätzlich entstehen. Die Kapazitäten des bestehenden Werks verdreifachen sich, BYD ergänzt die Fertigungskapazitäten um ein F+E-Testlabor und plant, künftig in Nordungarn jährlich 1.250 Busse und Lkw zu bauen. Der Minister würdigte die dynamischen Absatzzahlen des chinesischen Partners, den viele in Europa gerne zu sich geholt hätten. Es ist bereits das dritte Großprojekt von BYD seit Ankündigung des Automobilwerks in Szeged, wo jährlich 150.000 Elektroautos gebaut werden, und der Verlagerung der europäischen F+E-Zentrale nach Budapest.
Szijjártó ließ die Gelegenheit nicht aus, den Politikern Westeuropas Doppelzüngigkeit vorzuwerfen. Wie oft höre man, Europa müsse sich von China abkapseln?! Wenn es aber um ein konkretes Projekt geht, steht Ungarn plötzlich im harten Standortwettbewerb mit mehreren westeuropäischen Ländern. Zu den Attacken unter der Gürtellinie gehöre das Verbreiten von Falschmeldungen, mit denen chinesischen Projekten in Ungarn die schlechtesten Aussichten bescheinigt werden. Bedauerlich daran sei, dass ungarische Medien und Politiker wohl im Sold ausländischer Kreise stehen, um gegen die Interessen Ungarns zu agitieren.
In den letzten zehn Jahren unterstützte die Orbán-Regierung insgesamt 64 chinesische Investitionen im Gesamtvolumen von 5.500 Mrd. Forint (13,75 Mrd. Euro), die mit der Schaffung von 30.000 Arbeitsplätzen einhergingen und -gehen. Ungarn konnte 2023 einen Rekordanteil von 44% der chinesischen FDI in Europa an Land ziehen, im vergangenen Jahr immerhin auch wieder 31%.

