Gábor Nagy, Geschäftsführer der ICON Real Estate Management Kft.: „Heutzutage reicht es nicht mehr aus, ein Gebäude gut zu bauen. Die Betriebskosten und die Sicherheit werden maßgeblich von der Qualität der Immobilienverwaltung bestimmt.“ Fotos: ICON Real Estate Management

Facility-Management: ICON Real Estate Management Kft.

Mehr aus dem Wettbewerbsfaktor Immobilie herausholen

Die Herausforderungen der letzten Jahre – Energiekrise, Pandemie, ESG, EU-Taxonomie, Inflation, der Kampf um talentierte Arbeitskräfte sowie neue wirtschaftliche Realitäten – haben nicht nur die Unternehmensführung, sondern auch den gewerblichen Immobilienmarkt neu ausgerichtet.

Hybrides Arbeiten hat die Büronutzung nachhaltig verändert, während hohe Energiepreise und Nachhaltigkeitsanforderungen neue Maßstäbe setzen. Unternehmen betrachten ihre Immobilien zunehmend als strategische Ressource – ein Ansatz, den die ICON Real Estate Management Kft. konsequent bei ihrer Geschäftstätigkeit umsetzt.

Einzigartiger, professioneller Ansatz

In dieser neuen Marktrealität vertritt das ungarische Unternehmen einen einzigartigen, professionellen Ansatz. Es behandelt das Immobilien- und Facility-Management als ein koordiniertes, ganzheitliches System, in dem das Immobilienmanagement die Benutzeroberfläche bereitstellt, während das Facility-Management für den Betrieb der Hintergrundsysteme verantwortlich ist. Der Erfolg dieses Ansatzes zeigt sich darin, dass ICON Real Estate Management bereits mehr als eine Million Quadratmeter Büro-, Industrie- und Logistikimmobilien verwaltet und seit seiner Gründung noch keinen einzigen Auftrag verloren hat.

„Heutzutage reicht es nicht mehr aus, ein Gebäude gut zu bauen. Die Betriebskosten und die Sicherheit werden maßgeblich von der Qualität der Immobilienverwaltung bestimmt. Unser integrierter Ansatz schafft echte Synergien für unsere Kunden, für die wir sowohl die Immobilien- als auch die Facility-Management-Dienstleistungen erbringen. Dieser Ansatz führt unter anderem zu einem effizienteren Ressourcenmanagement und letztlich zu einer maximalen Verfügbarkeit. Das ist beispielsweise in Produktionsstätten, in denen jede Minute zählt, von besonderer Bedeutung“, erklärt Gábor Nagy, Geschäftsführer von ICON Real Estate Management, das Geschäftsmodell seiner Firma.

Die langfristige Präsenz basiert auf einem stabilen Betriebsumfeld

Deutsche Unternehmen sind wichtige Akteure der ungarischen Wirtschaft. Laut dem Konjunkturbericht der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer vom Mai 2025 würden 78 Prozent der befragten Unternehmen Ungarn auch heute wieder als Investitionsstandort wählen, selbst wenn sie mit einigen Standortfaktoren inzwischen weniger zufrieden sind. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Zufriedenheit mit der Verfügbarkeit und Qualität der ungarischen Zulieferer einen historischen Höchststand erreicht hat.

„ICON erbringt Dienstleistungen in zahlreichen Immobilien, in denen weltweit führende Produktionsbetriebe ansässig sind. Ein wichtiger Meilenstein für uns war die Übernahme der Immobilienverwaltung von ZF Hungária, erst in Debrecen und dann in Kecskemét. Die ungarischen Standorte des deutschen Automobilkonzerns stellen nicht nur in technischer, sondern auch in betriebswirtschaftlicher Hinsicht sehr komplexe Herausforderungen dar”, betont Nagy.

In den von ICON Real Estate Management in Ungarn betreuten Gebäuden wird eine eine durchschnittliche Senkung des Stromverbrauchs um 7,3 % und des Erdgasverbrauchs um 18,3 % erzielt.

Energieeffizienz als Geschäftswert

Die Energiekrise stellte aber nicht nur Produktionsstätten, sondern auch Bürogebäude vor neue Herausforderungen. Energieeffizienz ist heute auch ein Wettbewerbsfaktor, denn mehr als zwei Drittel des Energieverbrauchs eines durchschnittlichen Bürogebäudes entfallen inzwischen auf Heizung, Kühlung und Beleuchtung. Ein verantwortungsbewusster Dienstleister kann für seine Kunden jedoch teils erhebliche Kosteneinsparungen sowie einen effizienteren und nachhaltigeren Betrieb erzielen, wenn seine Techniker und Energieexperten den Energieverbrauch und die Versorgungskosten im Zusammenhang mit dem Immobilienbetrieb kontinuierlich überwachen und für die richtige Einstellung und Feinabstimmung der Maschinen und Anlagen sorgen.

„Eine frühere Analyse hat ergeben, dass wir auf der Grundlage der Daten für einen Großteil der von uns verwalteten Bürogebäude im untersuchten Zeitraum eine Senkung des Stromverbrauchs um 7,3 % und des Erdgasverbrauchs um 18,3 % erzielt haben.“ Dies sei umso bemerkenswerter, da die Effizienz in Bürogebäuden mit vielen Mietern aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten und Anforderungen ein sehr komplexes Thema ist.

Um einen nachhaltigen Betrieb zu erreichen, ist neben der kontinuierlichen Optimierung auch der Dialog mit den Eigentümern und Mietern sowie die Aufklärung der Mieter über eine energiebewusstere Büronutzung unerlässlich. „Wie bei einem gut abgestimmten Orchester, in dem alle Instrumente in Harmonie miteinander erklingen, schafft die koordinierte Zusammenarbeit von Property- und Facility-Management einen effizienten und wertschöpfenden Immobilienbetrieb“, unterstreicht der Geschäftsführer.

Raum als Erlebnis – Gebäude als lebenswerter und flexibler Arbeitsplatz

Wenn wir über die unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten der Mieter sprechen, dann hat sich die Rolle von Bürogebäuden in den letzten Jahren grundlegend verändert. Sie sind nicht mehr nur funktionale Räume, sondern auch entscheidende Faktoren für die Unternehmenskultur und das Mitarbeitererlebnis. Immer mehr Mieter betrachten das Gebäude als HR-Instrument, das eine häufigere Anwesenheit im Büro fördert und die Mitarbeiterbindung erhöht.

„Bei der Bewirtschaftung einer Immobilie sorgen wir dafür, dass sich die im Gebäude arbeitenden Menschen auf ihre Aufgaben konzentrieren können und die gebaute Umgebung sie nicht von ihrer Arbeit ablenkt“, erklärt Nagy. Darüber hinaus sei auch zu berücksichtigen, inwieweit der Büroraum flexibel auf Veränderungen im Unternehmen reagieren kann, beispielsweise wenn neue Räumlichkeiten hinzukommen, ein Gemeinschaftsraum in einen Arbeitsbereich umgewandelt wird oder umgekehrt. Schließlich seien solche, eher kleinen Dinge für die Mitarbeiterbindung äußerst wichtig.

Die Herausforderung bestehe darin, sicherzustellen, dass diese Veränderungen sowohl aus ergonomischer als auch aus technischer Sicht realisierbar sind. „Wir sind in jedem Fall bestrebt, dass die von uns angebotenen Lösungen den Geschäftsablauf nicht beeinträchtigen.“, verspricht Nagy.

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