Fotos: Futureal-Gruppe

Cordia

„Marina City“ soll Maßstäbe setzen

Das Unternehmen der Futureal-Gruppe investiert umgerechnet mehr als 1 Mrd. Euro in ein komplettes neues Viertel im 13. Stadtbezirk von Budapest, unmittelbar an der Donau.

Die „Marina City“ wird Cordia am Donauufer der Újpest-Bucht im Norden der Hauptstadt auf 14 ha erbauen. Das Gelände war seit Jahrzehnten heruntergekommen und verdient eine Revitalisierung. Auf diesem schmalen Streifen zwischen dem Fluss und der Hauptverkehrsader Váci út sollen mehr als 2.500 Wohnungen entstehen.

Multifunktionell spazieren am Donauufer

Der Immobilienentwickler verspricht außerdem 90.000 m2 Parkanlagen, die den Plänen zufolge offen zugänglich ausgestaltet werden. Ebenso für Anwohner und breite Öffentlichkeit gedacht ist ein multifunktioneller Spazierpfad, der auf 1,2 km Länge am Donauufer angelegt werden soll. Allein für attraktive öffentliche Flächen stellt der Investor 20 Mrd. Forint bereit. Das Viertel wird komplett autofrei geplant, mit Tiefgaragen und Servicezufahrten, die ebenfalls unterirdisch an die Wohnhäuser herangeführt werden.

Niedrige Energiekosten

Beheizt wird die Marina City mit Wärmepumpentechnik, zur Deckung des Strombedarfs dienen Solar-Aufdachanlagen. Die Wohnungen werden nach Smart Home-Standards gebaut, was eine über die Mobil-App gesteuerte Beheizung und Kühlung der eigenen vier Wände impliziert. Cordia verspricht Energiekosten (einschließlich Warmwasser), die – zu heutigen Tarifen kalkuliert – im Jahr unter 1.000 Forint (2,50 Euro) pro Quadratmeter bleiben. Zum Wohnviertel sollen auch ein Kindergarten sowie ein Fitness- und Wellnesszentrum gehören.

Der Quadratmeter ab 2 Mio. Forint

Die Anleger müssen bei der Kalkulation ihres Wohnungskaufs mit Quadratmeterpreisen ab 2 Mio. Forint (rund 5.000 Euro) aufwärts rechnen. Weil das Projekt auf einer Industriebrache erfolgt, gewährt der Staat dem Entwickler eine vergünstigte Mehrwertsteuer (ÁFA) von 5% – wer im Rahmen seiner Geldanlage die Umsatzsteuer zurückverlangen will, darf also auch nicht die üblichen 27% ansetzen. Durch den Bau 45 m bzw. 65 m hoher Türme kann die Cordia-Gruppe den Bebauungsgrad bei 30% der Gesamtflächen halten. Schon am Tag der Grundsteinlegung Mitte April waren die Wohnungen des ersten Bauabschnitts, deren Fertigstellung für Mitte 2026 avisiert ist, zur Hälfte (90 von 178 Einheiten) verkauft.

Die Futureal-Gruppe von Gábor Futó hat sich einen Namen mit der Rehabilitierung des Corvin-Viertels und der Entwicklung von Süd-Buda einschließlich des ersten smarten ungarischen Einkaufszentrums Etele Plaza gemacht.

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