Die Schüler wissen es zu schätzen, wenn sie sich ihre Portionen selbst zusammenstellen dürfen. Foto: MTI/ Péter Lakatos

HunGast

Innovatives Schul-Buffet

Basierend auf den positiven Erfahrungen mit einem Pilotprojekt befürwortet das Unternehmen die allgemeine, flächendeckende Einführung von Schulmahlzeiten in Buffetform.

Das Free-Picking-Projekt nach schwedischem Vorbild startete im Frühjahr 2023 an zwei Dutzend Schulen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Buffetsystem in Schulkantinen gut funktioniert. Nach zunächst 5.000 Schulkindern wurde das Pilotprojekt im September bereits auf 12.000 Kinder an 40 Bildungseinrichtungen ausgeweitet.

Ein Weg zu weniger Verschwendung

HunGast wertet die Ergebnisse aus und bereitet sich darauf vor, weitere Schulen zu bedienen. Eines der herausragenden Ergebnisse des Pilotprojekts lautet, dass die Menge an Essenresten am Buffet um fast die Hälfte reduziert werden konnte. Das System bietet die Möglichkeit, Kindern beizubringen, die Verschwendung von Lebensmitteln zu vermeiden. Dies wäre dringend notwendig, da 27% der Lebensmittel in der öffentlichen Essenversorgung in Ungarn im Abfall landen. Das sind mehr als 50.000 Tonnen pro Jahr!

Direktoren beteiligter Schulen bewerten das Buffetsystem als neue Chance. Die Kinder haben freie Entscheidung bei der Auswahl des Essens und der Größe der Portion. Die Schüler freut es, dass sie neue Dinge ausprobieren können. Als Gegenleistung wird lediglich verlangt, dass sie ihre Teller möglichst leer zurückgeben.

Verdopplung angestrebt

Wegen des breiten Interesses rechnet HunGast ab dem nächsten Schuljahr mit weiteren Schulen, die sich der Initiative anschließen. Damit könnte die Zahl der Schüler, die Mahlzeiten in Buffetform erhalten, auf 24.-25.000 steigen.

Als 30 Jahre altes Familienunternehmen ist HunGast mit seinen rund 3.000 Mitarbeitern Marktführer in der öffentlichen Verpflegung und betreut derzeit fast 800 Schulen mit 120.-130.000 Schülern. Die Umsatzerlöse weisen einen deutlichen Anstieg auf, von 8,7 Mrd. Forint Nettoumsatz im Jahre 2021 auf 13,7 Mrd. Forint in 2022. Parallel stieg der Gewinn nach Steuern von weniger als 50 auf rund 965 Mio. Forint.

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