Foto: Enerhash Zrt.

Enerhash Zrt.

Innovative Ansätze in Nordschweden

Die im Energiesektor tätige Enerhash Technologies Zrt. hat mehr als 2,5 Mrd. Forint privates Kapital gesammelt.

Damit baut die innovative Firma ihre Infrastruktur aus und investiert in eine Datenzentrale, die einen ganz konkreten Zweck erfüllt: die Effizienz von Kraftwerken eines schwedischen Großunternehmens am Polarkreis zu steigern. Denn die von den Jogg-Brüdern gegründete Enerhash besitzt innovative Ansätze, um der Energiekrise zu begegnen. Der staatliche Energiekonzern verfügt über 79 Kraftwerke in dünn besiedelten Gebieten, die dermaßen große überschüssige Kapazitäten aufweisen, dass der erzeugte Strom häufig für nur 1 Euro/MW veräußert werden muss.

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Die pfiffigen Ungarn setzen an der Stelle an; mit einer IT-Datenzentrale, die freie Kapazitäten der Wasserkraftwerke verwaltet. Die Datenzentrale selbst erhält ihren Strom (natürlich) aus der Wasserkraft, im Tausch nimmt sie sog. Ausgleichsleistungen vor. Die kalkulatorischen Kapazitäten werden z. B. zum Bitcoin-Schürfen verwendet, erläutert Dániel Jogg. Neben Blokkchain-Technologien sind aber auch KI, Visualisierung und Modellieren potenzielle Einsatzbereiche.

Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt der Enerhash-Innovation besteht darin, dass plötzlich ausfallende Einspeisungen aus regenerativen Energien nicht aufwendig durch Grundlast-Kraftwerke ausgeglichen werden müssen. Balázs Jogg verweist auf (auch auf lange Sicht) garantiert niedrige Strompreise unter 30-40 Euro/MWh. Die Dienstleistung der Ungarn sorgt somit im hohen Norden für Stabilität und Planungssicherheit, während der Wasserkraft die ihr gebührende Wertschätzung zuteilwird.

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