Der Gründer der Saubermacher Dienstleistungs AG, Hans Roth, mit Technologieminister László Palkovics und dem hiesigen Geschäftsführer Péter Horváth (v.l.). Foto: MTI/ Csaba Bús

Saubermacher-Gruppe

In Kreisläufen denken

Die österreichische Saubermacher-Gruppe hat vor dem Wochenende einen neuen Standort in Kecskemét offiziell eingeweiht.

Ihre hiesige Tochtergesellschaft Saubermacher-Magyarország Kft. investierte 1,5 Mrd. Forint in modernste Recyclingtechnologien.

Technologieminister László Palkovics würdigte an dem Projekt der Österreicher, das der Staat mit seiner Standard-Krisenförderung von 800.000 Euro bedachte, die neuen Möglichkeiten hinsichtlich Quantität und Qualität der aufzubereitenden Stoffe. Er versprach weitere öffentliche Gelder, um Forschung und Entwicklung sowie Innovationen in der Abfallwirtschaft voranzubringen.

Abfall als Sekundärrohstoff betrachten

So werde intensiv an der Einführung eines neuen Systems der Abfallerfassung gearbeitet. Letztendlich seien all diese Aktivitäten der Zielstellung untergeordnet, der Kreislaufwirtschaft zum Durchbruch zu verhelfen. Dabei gehe es, wie der Minister betonte, um weit mehr, als die reine Wiederverwertung von Abfällen. Bereits im Fertigungsprozess müsse auf einen effizienten Einsatz von Energie und Rohstoffen geachtet werden. Abfall müsse als Sekundärrohstoff betrachtet werden. Ungarn habe seine Recyclingquote seit 2010 zwar mehr als verdoppelt, sei aber noch weit entfernt von der EU-Vorgabe, die bis 2035 eine Wiederverwertung von 65% der Kommunalabfälle vorschreibt.

Das beste Recycling-Unternehmen

Der Gründer der Saubermacher AG, Hans Roth, erinnerte an Ehrungen seiner Gruppe als bestes Recycling-Unternehmen. Man wolle in vielen Bereichen klimaneutral werden und den Kunden bis 2030 eine Million Tonnen Kohlendioxidemissionen einsparen. Die Österreicher verfügen heute über 55 Standorte in sieben Ländern. Die 1979 gegründete Gruppe (Umsatzvolumen 370 Mio. Euro) behandelt mit 3.600 Mitarbeitern die Abfälle von 1.600 Kommunen – rund 3,5 Mio. t pro Jahr.

Kecskemét ist ein Meilenstein

Der Standort Kecskemét ist ein Meilenstein für die Saubermacher-Magyarország Kft., sagte ihr Geschäftsführer Péter Horváth. Das Unternehmen sieht es als seine herausragende Aufgabe an, zu einer abfallfreien Industrieproduktion beizutragen. In Ungarn sind die Österreicher seit dem Wendejahr 1989 präsent. Heute befördern vier Dutzend Müllautos rund 220.000 t Müll im Jahr an die sechs Standorte. Mit 225 Mitarbeitern setzte das Unternehmen hierzulande 2021 bereits 7,1 Mrd. Forint um (und erzielte gut 600 Mio. Forint Gewinn). In Kecskemét werden die Abfälle nach Gefahrenstufen vorsortiert, vorbehandelt und erst dann recycelt.

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