Tesco Magyarország
Händler leiden massiv
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Zsolt Pálinkás identifizierte eine ganze Reihe von Herausforderungen, denen sich der Einzelhandel in Ungarn heute stellen müsse. Besonders empfindlich reagiere die Branche auf die Verbraucherstimmung; das Vertrauen der Verbraucher befindet sich seit Jahren im negativen Bereich. Die steigenden Reallöhne schlagen sich erst zeitlich versetzt im Konsumverhalten nieder; der Warenkorb nehme vor allem bei Lebensmitteln noch immer nicht im Volumen, sondern eher im Wert zu.
Man habe jedoch gelernt, in Zeiten von Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, ausufernder Inflation und gehäuften Eingriffen des Staates schnell und flexibel zu reagieren. Die in den multiplen Krisen ohnehin schmaler bemessenen Handelsspannen wurden durch die Eingriffe brutal gekappt, was mehrere Handelsketten rote Zahlen schreiben lässt (sein Unternehmen verlor binnen zwei Jahren etwa 32 Mrd. Forint!). Pálinkás bestritt zugleich, Tesco plane den Rückzug aus Ungarn.
Der ungarische Tesco-Chef stellte im Interview die vom Wirtschaftsministerium verbreitete These in Frage, die Lebensmittelinflation wäre von den Händlern ausgelöst worden – nach Darstellung der Wettbewerbsaufsicht GVH waren steigende Einkaufspreise der Hauptgrund. Wegen der sinkenden Weltmarktpreise für Lebensmittel sei nun der ideale Zeitpunkt gekommen, die Preisstopps bei der Handelsspanne aufzuheben.
