Das Foto zeigt (v. l.) Jörn Schmücker, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Siemens Energy Kft., Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó, den lokalen Fidesz-Politiker Gábor Pintér, die Geschäftsführer der Siemens Energy Kft., Markus Kupetz und Árpád Goszták, sowie Sándor Scheer, CEO der Market Építő Zrt. Foto: MTI/ Tamás Kovács

Siemens Energy Kft.

Grundstein für Großinvestition gelegt

Die Siemens Energy Kft. schafft mit einer Investition von ca. 30 Mrd. Forint in den kommenden Jahren 400 neue Arbeitsplätze.

Als Teil des Projektes des deutschen Unternehmens wurde am Dienstag der Grundstein für eine neue Produktionshalle in Budapest gelegt, informierte Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó.

In dem Werk werden verschiedene Komponenten für Gas- und Dampfkraftwerke hergestellt. Derzeit belegt Ungarn bei den Exporten von Komponenten für Gasturbinen den 10. und von Komponenten für Dampfturbinen den 15. Platz weltweit. Parallel dazu kündigte Siemens Energy ein Ausbildungsprogramm im Wert von 2,7 Mrd. Forint an,  das der Staat mit ca. 630 Mio. Forint fördert.

Energie am besten selbst erzeugen

Szijjártó betonte, dass in Zukunft jene Länder wettbewerbsfähig sein werden, die den Großteil der von ihnen verbrauchten Energie selbst erzeugen können. „Die Produktionskapazitäten und das für die Energieerzeugung benötigte Wissen sind ein enormer Wettbewerbsvorteil, und Ungarn macht in diesem Wettbewerb einen großen Schritt nach vorn“, betonte er. Die Energieversorgungssicherheit war in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen ernsthaft bedroht; diese Schwierigkeiten werden in naher Zukunft wahrscheinlich nicht verschwinden.

Foto: MTI/ Tamás Kovács

„Wir werden diesen Winter überstehen“

Die Hauptakteure sind bequem geworden, Infrastrukturinvestitionen haben sich verzögert, die Diversifizierung ist nicht vorangeschritten, und bei der Verknüpfung der nationalen Energiesysteme sind gewisse Fortschritte ausgeblieben. Szijjártó sagte, dass die Energiekrise nicht mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine am 24. Februar begonnen, sondern sich damit nur verschärft habe. Sehr wahrscheinlich werden wir „diesen Winter überstehen“, aber die eigentliche Frage wird sein, unter welchen Bedingungen die Befüllung der geleerten Gasspeicher ab dem nächsten Frühjahr erfolgen wird.

Die deutschen Unternehmen bilden die größte Investorengemeinschaft in Ungarn; der bilaterale Handel wird in diesem Jahr erneut Rekorde brechen, sicherlich über 60 Mrd. Euro.

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