Car Service Partner
Getarnte Transaktionen
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Die in Prag ansässige Car Service Partner s.r.o. und ihre gleichnamige Budapester Tochtergesellschaft müssen insgesamt 160 Mio. Forint (405.000 Euro) blechen. Der Grund: Diese Firmen haben sich ohne entsprechende Genehmigungen wie Finanziers betätigt. Das Geschäftskonzept bestand darin, Gebrauchtwagen von Privatpersonen oder Firmen auf dem Papier zu kaufen, um diese sogleich zur Nutzung zurückzugeben. Um ein Weiterverkaufsrecht auszuschließen, hatten die ursprünglichen Eigentümer eine Monatsgebühr zu zahlen.
Die MNB wies in ihrem Verfahren nach, dass Car Service Partner gar nicht das Eigentum an den gekauften Pkw erlangen wollte. Das tatsächliche Ziel der Transaktionen bestand darin, den Pkw-Verkäufern Liquidität zu verschaffen. So wurde faktisch ein Darlehen vermittelt, auf das Zinsen fällig wurden. Seit dem März 2021 vermittelte die Car Service Partner Kft. in Ungarn über diese Konstruktion mehr als 300 Darlehen im Gesamtwert von mehreren 100 Mio. Forint. Die Finanzaufsicht untersagte den involvierten Firmen die Ausübung dieser Geschäftstätigkeit und stellte abgesehen von der jetzt verhängten Geldbuße Strafanzeige.
