Foto: MTI/ György Varga

Audi Hungaria + ITM

Gemeinsam für Innovationen

Die Audi Hungaria Zrt. und die Győrer István Széchenyi-Universität arbeiten künftig gemeinsam an innovativen Nachhaltigkeitsprojekten.

Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde am Donnerstag von Alfons Dintner, Vorstandsvorsitzender der Audi Hungaria (l.), Robert Buttenhauser, Vorstand Produktion Antriebe (M.l.), sowie von Erzsébet Knáb, Vorsitzende der Trägerstiftung der Széchenyi-Universität, und Kanzler Bálint Filep (r.) im Beisein von Innovationsminister László Palkovics, unterzeichnet. Das geschah symbolisch auf der Teststrecke ZalaZone in Zalaegerszeg.

Foto: Audi Hungaria Zrt.

Im Fokus der gemeinsamen Innovationsprojekte stehen Entwicklung und Validierung mit dem Schwerpunkt auf alternativen Kraftstoffen, Pilotprojekte industrieller Anwendungsmöglichkeiten für Wasserstoff sowie generelle CO2-Reduktionsmöglichkeiten.

Wasserstoff für die industrielle Nutzung

„Audi Hungaria hat sich in der neuen Next Level-Strategie zum Ziel gesetzt, alle unternehmerischen Aktivitäten auf eine neue Ebene zu heben, um damit den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern. Schon seit Jahren arbeitet unser Unternehmen erfolgreich mit der Széchenyi-Universität zusammen, was nun weiter intensiviert wird“, sagte Alfons Dintner.

„Im Mittelpunkt der Kooperationsvereinbarung stehen zwei Hauptfelder: Im Rahmen verschiedener Projekte wird die Entwicklung und Validierung alternativer, darunter auch synthetischer Kraftstoffe vorangetrieben. Damit untersuchen und pilotieren wir auch das Potenzial von Wasserstoff für die industrielle Nutzung“, erläuterte Robert Buttenhauser. Er verwies zudem auf Entwicklung und Umsetzung einer Prozesskette zur CO2-Neutralisierung mit einem Gesamtbetrachtungsansatz als besonderem Schwerpunkt.

Die gemeinsamen Innovationsprojekte starten im April 2022, sollen bis 2025 laufen und tragen damit auch zu den Zielen der ungarischen nationalen Wasserstoffstrategie bei.

Duale Ingenieursausbildung ist einzigartig

„Das Wissen und das Innovationspotential der István Széchenyi-Universität ist ein wichtiger Antrieb für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und des Landes. Unsere Universität will durch Partnerschaften mit der Industrie eine noch wichtigere Rolle bei der Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft einnehmen und ein Innovations-Ökosystem schaffen, das die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärkt“, ergänzte Erzsébet Knáb.

Nach langjähriger, erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen der Audi Hungaria und der Széchenyi-Universität erfolgte 2015 die Gründung der Audi Hungaria-Fakultät für Fahrzeugtechnik, die heute sieben Lehrstühle bündelt. Das Unternehmen und die Universität haben in landesweit einzigartiger Weise eine duale Ingenieursausbildung eingeführt. Darüber hinaus betreiben sie zahlreiche Forschungsprojekte, insbesondere im Bereich der technischen Entwicklung.

Palkovics: Differenziertere Betrachtung setzt sich durch

„Ungarn ist ein grünes Land“, erklärte Innovationsminister László Palkovics. In der EU liege das Land bei der Umsetzung der Zielstellungen hinsichtlich Klimaneutralität bis 2050 im Mittelfeld. Er erinnerte daran, dass die Zukunft der Mobilität vor einigen Jahren noch in rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen gesehen wurde, während sich mittlerweile eine differenziertere Betrachtung durchsetze. Erneut sprach er sich dafür aus, Wasserstoff in der Anwendung als Kraftstoff und bei der Energiespeicherung in Betracht zu ziehen. Nachdem die Regierung vor zwei Jahren ihren Klima-Aktionsplan vorlegte, habe sie die Beschaffung von mehr als 15.000 Autos mit elektrischem Antrieb gefördert. Im Verkehr erreiche die Nutzung erneuerbarer Energien heute 11%, welcher Anteil bis 2030 auf 14% gesteigert werden soll.

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel