Audi Hungaria Zrt.
Gelebter Wandel zur E-Mobilität
„Ich merke tagtäglich, dass unsere Belegschaft dem Wandel zur E-Mobilität sehr positiv und motiviert gegenübersteht. Es herrscht eine spürbare Aufbruchstimmung“, erklärt Siegfried Schmidtner, Werkleiter in Ingolstadt. „Der Standort Győr hat schon zahlreiche Modellanläufe erfolgreich gemeistert und ist deshalb auf Transformation, Umstellung und Zeitgeist eingestellt“, ergänzt Alfons Dintner, Vorsitzender des Vorstands der Audi Hungaria.

Die E-Mobilität wird an beiden Standorten als eine „Riesenchance“ betrachtet. Dem ungarischen Tochterunternehmen wird dabei eine einzigartige Verantwortung innerhalb des Konzerns zuteil, weil es sonst keinen Standort gibt, der ein so breites Leistungsspektrum (Bau von Motoren und Fahrzeugen, eigene technische Entwicklung, Werkzeugbau und Dienstleistungen für den gesamten VW-Konzern) aufzeigen kann. „Wir entwickeln, bauen, prüfen und betreuen elektrische E-Antriebe bereits seit 2018. Unser Beitrag zur Premium Platform Electric (PPE), sprich die E-Antriebe in Perfektion für Ingolstadt und weitere Konzernkunden herzustellen, ist eine sehr große Herausforderung“, meint Dintner.

Verlagerte Fertigungsumfänge
Schmidtner räumt ein, dass sich die Kollegen durchaus Gedanken machen, wie die Zukunft des Standorts Ingolstadt konkret aussehen, wie die Auslastung sein wird. Dintner sieht ebenfalls eine gewisse Skepsis in der Belegschaft, denn schließlich hat ein E-Motor deutlich weniger Teile als ein Verbrennungsmotor. „Es gibt immer wieder Behauptungen, dass wir für die E-Mobilität weniger Mitarbeiter benötigen. Das sind Stimmungen, die uns nicht unbedingt helfen. Aber über diesen Punkt sind wir inzwischen hinaus, denn die Erfahrung zeigt, dass sich die Fertigungsumfänge nicht reduzieren, sondern oft verlagern. So benötigen unsere Performance-Modelle nicht nur einen E-Motor, sondern im Durchschnitt mehr als zwei Motoren für Hinterachse und Vorderachse.“ Das ganze Team zeige sich dabei sehr flexibel, denn schon früher wechselten Mitarbeiter von der Motorenfertigung in den Fahrzeugbau und umgekehrt.
„Man kennt sich, man vertraut sich“
Für die Zusammenarbeit zwischen den Standorten findet Schmidtner nur lobende Worte. Neben dem strategischen Austausch der Werkleiter gibt es die Ebene des fachlichen Austauschs, also Arbeitskreise, in denen gemeinsam fachliche und technische Themen bearbeitet werden. „Győr und Ingolstadt verbindet eine langjährige Tradition mit einer sehr intensiven Zusammenarbeit seit mittlerweile 30 Jahren. Ich selbst war zwei Jahre in Győr. Man kennt sich, man vertraut sich“, lautet die Einschätzung des Werkleiters im Stammwerk.
„Der Austausch mit Ingolstadt – etwa beim Thema Motoren – findet intensiv mit der Technischen Entwicklung, der Qualitätssicherung und dem Feldanlaufteam statt“, zeigt der Vorstandschef der Audi Hungaria seinen Blickwinkel. „Auch in unserem Analyse- und Vorseriencenter erhalten wir aus Ingolstadt immer wieder teilausgestattete Karosserien, die wir bei uns bearbeiten. Der Austausch funktioniert also wunderbar. Wir haben schon jetzt 44 Mitarbeiter angefragt, die für ein Jahr die Anlaufunterstützung in Ingolstadt begleiten wollen. Es ist gelebte Praxis, dass wir uns gegenseitig unterstützen.“

Wenn das mal gut geht.Die Zukunft von E-Autos ist unklar.
Der Autovermieter Hertz verkauft jetzt 20.000 E-Autoe und ersetzt sie durch Verbrenner.
Haben die in Budapest sicherlich schon gemerkt. Hauptsache aber ist, dass man überall dabei ist – und wenn nötig, dann wird teilweise wieder umgestellt, was sowieso nicht in Ungarns Händen liegt. Batterie-Autos werden zumindest ein Teil der Zukunft sein. Solche Auto-Monster wie auf dem Foto da oben sind sicherlich ein Irrweg, wenn man den Umwelt- und Klimagedanken in den Mittelpunkt stellt. Es handelt sich für Normalbürger um schier unbezahlbare Fahrzeuge, die nur den eigenen Ego befriedigen. Ein Ungar braucht gar nicht an sowas zu denken.
FOCUS online:
Hans-Werner Sinn: Erzwungenes Verbrenner-Aus legte „Keim der Deindustrialisierung“
Deutschland deindustrialisiert sich, sagt Hans-Werner Sinn. Ein Grund dafür sei die politisch gewollte Wende zur Elektromobilität, so der Ökonom. Dabei bringe das für den Klimaschutz praktisch nichts. Er hat klare Handlungsempfehlungen.
Hat Deutschlands Schlüsselindustrie, der Autobau, den Umstieg auf Elektromobilität verschlafen, wie so oft behauptet wird? Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident des ifo-Instituts und einer der renommiertesten Ökonomen Deutschlands, hat eine klare Antwort.
„Der Begriff ‚Verschlafen‘ passt nicht, weil es ja nicht um eine Marktentwicklung ging“, sagt Sinn im Interview mit der „Welt“. Stattdessen sei es politischer Willen gewesen, der nicht vorhersehbar war. Und: „Frankreichs Atomlobby und Autoindustrie wollten E-Autos schon lange, weil man da eine Chance sah, im Wettbewerb mit der deutschen Automobilindustrie wieder nach vorne zu kommen.“ Deswegen hätten sie mit den „grün-gesinnten Kräften“ der EU ein Verbrennerverbot durchgesetzt, meint Sinn.
Ähnlich sei es in China verlaufen, führt Sinn weiter aus. Die Chinesen hätten jahrelang vergeblich versucht, mit den hochkomplexen Motoren deutscher Hersteller zu konkurrieren und seien nun auf E-Autos ausgewichen. „Nun lacht man sich ins Fäustchen darüber, dass Deutschland seine Champions im Stall lassen muss und nur die E-Autos ins Rennen schicken darf.“
„Der Auspuff liegt nur etwas weiter entfernt – im Kohlekraftwerk“
Für die Entwicklung der deutschen Industrie sei das eine denkbar schlechte Entwicklung. „Der entscheidende Schritt zu einem Verbrennerverbot wurde schon 2018 durch eine drastische Verschärfung der CO2-Grenzwerte für Pkw-Flotten getan“, erklärt Sinn. Die Folge: Hersteller mussten zwangsweise E-Autos produzieren. Dabei sei allgemein bekannt, dass „der Auspuff nur etwas weiter entfernt liegt – im Kohlekraftwerk“.
Wer mehr lesen will:
https://www.focus.de/finanzen/boerse/konjunktur/top-oekonom-ueber-konjunktur-klimaschutz-und-buergergeld-hans-werner-sinn-erzwungenes-verbrenner-aus-legte-keim-der-deinustrialisierung_id_259571730.html
Ich finde es einigermaßen überraschend, dass man in Ungarn so sehr auf die Elektromobilität setzt. Denn ganz so rosig, wie man die Elektromobilität gerne darstellen möchte, scheint sie doch nicht zu sein…
https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/192519-autovermietung-hertz-ersetzt-e-autos/
Ich persönlich würde mich jedenfalls nicht in einem Auto wohlfühlen, das jeden Moment in Flammen aufgehen kann, und ich nicht weiß, ob ich schnell genug aus dem Auto herauskomme. Sollte irgendwann das Problem mit der Überhitzung der Batterien, das Reichweitenproblem, das Ladezeitproblem und das Problem der ökologischen Nachhaltigkeit bezüglich der Elektromobilität gelöst werden, könnte vielleicht ein echter Markt für solche Fahrzeuge entstehen.
„Autopapst“ Dudenhöffer in Sorge, er schlägt Alarm: „Es baut sich eine Welle gegen das Elektroauto auf“
Hertz will künftig weniger E-Autos anbieten. Der Grund sind unsichere Restwerte, die auch private Autokäufer treffen könnten. Es baue sich eine Welle gegen das Elektroauto auf, meint er.
Der Teilrückzug des Autovermieters Hertz aus dem Geschäft mit Elektro-Autos könnte Ausdruck eines größeren Rückgangs sein. Erneut seien die Restwerte der E-Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen worden, stellt Ferdinand Dudenhöffer vom Bochumer Center Automotive Research fest. „Es baut sich eine Welle gegen das Elektroauto auf, wenn Vermieter, Leasinggesellschaften, Händler und schließlich auch die Gebrauchtwagenkäufer verunsichert werden“, warnt der als „Autopapst“ bekannte Experte.
Wie „heiße Kartoffeln“ würden gebrauchte E-Fahrzeuge in der Verwertungskette weitergereicht, was zu Verlusten führen müsse. Dudenhöffer sieht die größten Risiken bei den Herstellern, die bereits jetzt ihre Elektromodelle mit hohen Rabatten in den Markt zu drücken suchten. Privatleute, die meist bei Gebrauchtwagen zugriffen, müssten genau prüfen, ob sie sich ein Auto zulegten, dessen Wertentwicklung extrem unsicher sei. Im Zweifel griffen sie wieder zum Verbrenner.
Ein großer Teil der Verunsicherung in Deutschland sei auf politische Fehlentscheidungen der Ampel-Koalition zurückzuführen, meint der Auto-Experte. Statt der zugesagten Voll-Förderung von klimafreundlichen E-Autos bis Ende 2025 seien die staatlichen Prämien bereits im vergangenen Jahr auf null gesetzt worden, bei jedem Zwischenschritt mit negativen Folgen für die Restwerte.
Mehr hier:
https://www.focus.de/auto/news/gebrauchtwagen-wie-heisse-kartoffeln-nach-vermieter-rueckzug-sieht-experte-eine-welle-gegen-das-elekroauto_id_259572551.html
Was Dudenhöffer allerdings nicht sagt, er war ein treibender Förderer und Propagandist der Elektromobilität, nachdem klar wurde, dass das politisch in Europa so gewollt war. Was man bei öffentlichkeitswirksamen Menschen allerdings nicht braucht, sind nachplappernde sogenannte Experten, Opportunisten und Mitläufer, die hinterher, wenn es schiefgeht, nur in Deckung gehen, um den eigenen Schaden zu begrenzen, unfähig zur Selbstkritik und Ehrlichkeit. Es braucht unvoreingenommene, rationale, mutige und auch kritische Menschen, die auch bereit sind, Unsinn zu sagen, wenn es Unsinn ist und nicht wie Merkel immer die Fahne nach dem Wind der Mehrheit richten.