Schedl-Geschäftsführer Vinzenz Graßl: „Wir haben große Pläne für Kecskemét und Debrecen.“ Foto: MTI/ Zoltán Máthé

Schedl

Für Mercedes und BMW

Der Spezialist für Kompletträder nimmt an zwei Standorten parallel Investitionen auf der grünen Wiese vor.

Die Schedl-Gruppe investiert insgesamt rund 40 Mrd. Forint (gut 100 Mio. Euro) und schafft ab 2025 in Kecskemét und Debrecen 160 Arbeitsplätze. In den beiden Städten wird der Zulieferer der Automobilindustrie ab 2025 Fertigungspartner für Mercedes-Benz bzw. BMW sein.

Ein weiteres gutes Zeugnis

Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó erklärte bei der Ankündigung des Doppel-Projekts am Freitag in Budapest, der Staat gewähre Zuschüsse in Höhe von 2 Mrd. Forint. „Auch diese Investition stellt ein weiteres gutes Zeugnis über die ungarisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen aus. Sie zeigt zweifelsfrei, dass die Entscheidungsträger in den Unternehmen nicht ihren gesunden Verstand verloren haben und sich nicht von Zeitungsartikeln oder den Berichten sog. NGO leiten lassen“, würdigte der Minister. Er betonte die Strategie der Orbán-Regierung, Ungarn zum Treffpunkt von Ost und West zu machen: seit nunmehr sechs Jahren in Folge gehört Ungarn zur globalen TOP20 der größten Automotive-Exporteure. Die Investitionen von Großunternehmen ziehen automatisch kleinere Projekte ihrer Zulieferer nach sich; immer neue Ansiedlungen steigern zugleich die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen einheimischer KMU.

Produktionsbeginn schon 2025

In Kecskemét entsteht das Schedl-Werk mit Flächen von 15.500 m2, informierte OB Klaudia Szemerey-Pataki. Sie würdigte das anhaltende Engagement deutscher Unternehmen in der „Mercedes“-Stadt Kecskemét. Die Stadt biete eine moderne Infrastruktur, um Stabilität und Vertrauen zu gewähren.

Schedl-Geschäftsführer Vinzenz Graßl betonte, sein Unternehmen habe große Pläne an beiden ungarischen Standorten. Die Bauprojekte sollen planmäßig noch in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden. Der Topmanager sprach von stabilen Arbeitsplätzen, die in erster Linie mit ungarischen Fachkräften besetzt werden sollen.

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