MOL-Gruppe

Erdölvorkommen bei Tura entdeckt

Im Ergebnis einer gemeinsamen Exploration mit O&GD, die im letzten Sommer begonnen wurde, gelang jetzt eine erfolgreiche Bohrung.

MOL hat einen Anteil von 49% an drei Explorationskonzessionen (bei Mogyoród, Nagykáta und Ócsa) von O&GD erworben. Derzeit gebe es vier Explorationskonzessionen im Paläogen-Becken, einer geologischen Einheit unweit von Budapest, unter denen die MOL-Gruppe das Gebiet Dány besitzt. Hier war das Unternehmen bereits 2022 mit der Bohrung Vecsés-2 erfolgreich. Mit 1.400 Barrel pro Tag handelt es sich inzwischen um eine der produktivsten Ölbohrungen des Unternehmens in Ungarn. Auch das seit 2016 produzierende Ölfeld Tóalmás befindet sich ganz in der Nähe.

Aktive Partnerschaft

O&GD wird die Tura-Anlage (Tura-D-3) betreiben, während MOL eine aktive Rolle als Partner spielen und an der Entscheidungsfindung beteiligt sein wird, teilten die beiden Unternehmen mit. Das Ölvorkommen wurde in einer Tiefe von 2.100 Metern entdeckt. Derzeit werden rund 1.000 Barrel Öl pro Tag gefördert, wobei sich O&GD und MOL die geförderte Menge im Verhältnis 51-49 teilen. Für MOL bedeutet dies etwa 500 Barrel pro Tag, was etwa 1% der durchschnittlichen täglichen Ölproduktion der MOL-Gruppe im Jahr 2023 und 5% ihrer Erdölgewinnung in Ungarn entspricht.

Inländische Förderung weiter stärken

Besonders wichtig sei es, die inländische Produktion zu erhöhen und die Abhängigkeit Ungarns von Importen zu verringern. Der Erfolg in Tura sei das Ergebnis einer effektiven und professionellen Zusammenarbeit, erklärte György Bacsa, Geschäftsführender Direktor von MOL Magyarország. MOL ist nach eigenen Angaben der größte Produzent von Kohlenwasserstoffen in Ungarn. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen mehr als 40% der inländischen Rohölproduktion und mehr als 90% beim Erdgas. Der ungarische Anteil macht etwa 35% des Öl- und Gasproduktionsportfolios der MOL-Gruppe aus. MOL Magyarország plant, in den nächsten fünf Jahren rund 100 Mrd. Forint in die Öl- und Gasförderung in Ungarn zu investieren. Davon entfallen etwa 60-65% auf die Förderung von Erdgas, 20-25% auf Erdöl und der Rest auf die sichere Instandhaltung und Erneuerung der vorhandenen Bohrlöcher.

Nordamerikaner im Pannonischen Becken

Der Geschäftsführer der O&GD Central Kft., András Csapó, sagte, das 2012 gegründete Unternehmen habe sich erfolgreich um Konzessionen in Ungarn beworben. Bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen im Pannonischen Becken sollen modernste Explorations- und Bohrtechnologien aus Nordamerika zum Einsatz gelangen. Die Partnerschaft mit MOL für drei der Konzessionen bezeichnete er als großen Erfolg.  O&GD sucht derzeit auf Flächen von insgesamt 5.500 Quadratkilometern nach Kohlenwasserstoffen in Ungarn und ist mit 35 erschlossenen Bohrlöchern das drittgrößte Bergbauunternehmen für Kohlenwasserstoffe im Land. Im vergangenen Jahr wurden vier Gasbohrungen und die Ölbohrung Tura erfolgreich in Betrieb genommen.

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