Mercedes-Werk Kecskemét
Eintritt in exklusiven Klub
Péter Szijjártó nutzte seine Anwesenheit bei der Preisverleihung im Rahmen des 40. „Großen Preises von Ungarn“ der Formel 1, um Gespräche mit Repräsentanten des deutschen Premiumherstellers zu führen. Danach gab der Minister bekannt, das Projekt zur Erweiterung des Standortes Kecskemét komme „ausgezeichnet“ voran.
„Vollkommen neu“
Im I. Quartal 2026 soll die Serienfertigung „vollkommen neuer Mercedes-Modelle mit vollkommen neuen Technologien“ im ungarischen Werk anlaufen. Im Ergebnis der laufenden Ausbauphase werde die Mercedes-Benz Manufacturing Hungary Kft. das größte Automobilwerk Ungarns abbilden, mit einer Jahreskapazität von 300.000 Einheiten. „Damit gelangt Ungarn in den Status einer Automobilmacht, die jährlich eine Million Fahrzeuge herzustellen vermag“, summierte Szijjártó die seit den 1990er Jahren vorhandenen mit den derzeit in verschiedenen Landesteilen entstehenden Kapazitäten. Auf diese Weise gehöre Ungarn künftig einem „ausgesprochen exklusiven Klub“ an.
Das Modell ist hier einmalig
Das Mercedes-Werk in Kecskemét unterscheide sich von allen anderen Konzernstandorten in Europa darin, dass nur in Ungarn Automobilwerk und Batteriemontage in unmittelbarer Nachbarschaft angesiedelt sind. „In den USA und in China verfügt Mercedes über solche Gegebenheiten, in Europa ist das Modell von Kecskemét einmalig“, sagte der Außenwirtschaftsminister. Sein spezieller Status sei Ungarn innerhalb des Automobilkonzerns ebenso gewährt wie dem Unternehmen hierzulande. Diese auf gegenseitigem Respekt basierende Zusammenarbeit blicke mittlerweile auf mehr als ein Jahrzehnt zurück und sei „in dieser nicht eben rosigen weltwirtschaftlichen Lage“ von besonderer Bedeutung. Mercedes sei einer der strategischen Partner, mit denen die Regierung nun daran arbeite, die durch das Versagen der EU-Kommission verursachten bzw. vertieften Krisenerscheinungen abzuwehren und in einen Vorteil für Ungarn umzuwandeln.
