MOL-Gruppe
Einstieg bei NIS?
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Das Wirtschaftsportal portfolio.hu berichtete am Donnerstag unter Berufung auf das serbische Portal nin.rs, die MOL-Gruppe könnte mit zunächst 11,3% bei der russisch kontrollierten NIS einsteigen. Die Transaktion käme mit einer Tochtergesellschaft von Gasprom zustande, die sich als Zeichen des guten Willens gegenüber den USA von ihren Anteilen trennen würde.
Bekanntlich haben die Amerikaner die NIS mit Sanktionen belegt; der bereits mit ca. 30% beteiligte serbische Staat scheiterte jedoch bei allen Versuchen, die Raffineriegesellschaft von den Russen zu kaufen. Eine Vereinbarung zwischen der MOL-Gruppe und den Russen soll noch im November zustande kommen. Die serbischen Medien spekulieren, dass Ministerpräsident Viktor Orbán die Modalitäten eines Eigentümerwechsels bei NIS mit US-Präsident Donald Trump abgestimmt haben könnte, als er diesen kürzlich in Washington besuchte. Demnach hätte die MOL politische Rückendeckung für die Expansion in den Balkanstaat. Wegen der Sanktionen musste die NIS-Gruppe in der Region (darunter in den EU-Mitgliedstaaten Rumänien und Bulgarien) schon bislang knapp 100 Tankstellen stilllegen.
