MOL-Gruppe
Einstieg bei der TU Budapest
Das gab Innovationsminister Balázs Hankó am Samstag auf einer feierlichen Senatssitzung an der TU Budapest (BME) bekannt. Damit sei das ungarische Hochschulwesen an einem weiteren Meilenstein angelangt: Die Hochburg des hiesigen Ingenieurwissens gehe einen strategischen Bund mit der Industrie ein. Die MOL-Gruppe habe erkannt, die Sicherstellung des benötigten Fachkräftenachwuchses und an Forschungskapazitäten sei lebensnotwendig für eine erfolgreiche Zukunft. Die Übernahme der Universität geschieht unter dem Vorbehalt einer Goldenen Aktie für den Staat, um Ziele von volkswirtschaftlicher Bedeutung sicherzustellen, sowie einer Silbernen Aktie für die BME, um die Hochschulautonomie zur Geltung zu bringen.

Der Minister betonte, im Falle der BME handle es sich nicht um eine dem Modellwechsel an den Hochschulen unterliegende Universität. In diesem Sinne bleiben die Studenten der TU in das Erasmus-, die Forscher in das Horizont-Programm der EU involviert. Immobilien und materielle Güter der Hochschuleinrichtung verbleiben in der Vermögensverwaltung der BME.
BME-Rektor Prof. Charaf Hassan erklärte, mit dem neuen Träger bieten sich Chancen für eine tiefgreifende Erneuerung der Universität, um international noch besser im Wettbewerb abzuschneiden und flexibler auf Herausforderungen reagieren zu können. Die MOL-Gruppe ist bereits seit Jahrzehnten ein strategischer Partner der TU Budapest, welche Zusammenarbeit nunmehr eine neue Qualität erreichen wird. Die staatliche Finanzierung der Hochschule bleibt bis 2030 gesichert und wird sogar um die Hälfte auf 30 Mrd. Forint erhöht, sofern die BME die eingegangenen Verpflichtungen gegenüber dem Staat erfüllt. Dazu gehört eine Verdopplung der Zahl der heute 750 Doktoranden bis 2035.
