Notenbankpräsident Mihály Varga (M.) gratuliert OTP-CEO Sándor Csányi im Beisein des Börsenchefs Tibor Tóth (r.) zum Jubiläum. Fotos: MTI/ Zoltán Kocsis

OTP Bank-Gruppe

Eine 30-jährige Erfolgsgeschichte

Der Erfolg der OTP und der ungarischen Wirtschaft in den letzten 30 Jahren sind eng miteinander verbunden, erklärte Mihály Varga, Präsident der Ungarischen Nationalbank (MNB).

Bei der Jubiläumsveranstaltung zum 30-jährigen Börsengang der OTP am Mittwoch betonte er, wie wichtig gut strukturierte Ersparnisse der Bevölkerung für die Stabilität des Finanzsystems und eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sind. Damit sich diese Erfolgsgeschichte fortsetzen könne, seien ein gut funktionierendes Bankensystem, ein stabiler Kapitalmarkt und möglichst viele Anleger erforderlich. Das ungarische Bankensystem verfüge über eine sehr günstige Kapitalausstattung, der Anteil notleidender Kredite sei im internationalen Vergleich minimal. Eine stabile und gut funktionierende heimische Wertpapierbörse sei entscheidend, um die Ersparnisse der Bevölkerung zur Stärkung der ungarischen Wirtschaft zu nutzen.

Der BUX gehöre mit einem Anstieg von fast 80% in den letzten zwei Jahren zu den weltweit leistungsstärksten Aktienindizes. Und die heimische Bevölkerung sei bereit, sich in größerem Umfang an börsennotierten Unternehmen zu beteiligen. Das Nettofinanzvermögen der Haushalte im Verhältnis zum BIP ist von 82% im Jahr 2010 auf heute 114% gestiegen.

Sándor Csányi, Präsident der OTP Bank, erklärte, dass es seit der Einführung der OTP-Aktie 1995 keine vergleichbare Börseneinführung im Bankensektor mehr gegeben habe. Der Erfolg der OTP und der Budapester Börse (BÉT) ist untrennbar miteinander verbunden. Heute macht die Bankaktie 60% der Börsenkontrakte aus. Die OTP ist damit eine der liquidesten Aktien Europas. Bei der Börseneinführung konnten Anleger OTP-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 1.150 Forint zeichnen. Der Kurs ist seitdem (unter Berücksichtigung eines Aktiensplittings) um das 270-Fache gestiegen. Die Stabilität der Bank stand nie infrage, ein Wert, der mindestens ebenso bedeutend ist wie der Kursanstieg, meinte der lange Zeit reichste Mann Ungarns.

MNB-Präsident Mihály Varga sieht bei den privaten Anlegern noch Potenzial.

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