MOL-INA

Direktor verkaufte Gas zum Festpreis

„Die MOL-Gruppe hat bedauerlicherweise erst aus den Medien vom Skugor-Skandal erfahren“, reagierte der ungarische Mineralölkonzern auf Enthüllungen kroatischer Ermittler.

Die Ungarn sprechen den kroatischen Behörden zugleich Dank und Anerkennung für ihre Tätigkeit zur Aufdeckung der Machenschaften und im Kampf gegen Korruption aus. Man wolle in jeder Hinsicht mit den Behörden kooperieren und den Schaden für die INA-Gruppe möglichst gering halten. Der INA-Aufsichtsrat soll am Mittwoch zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreten, um eine interne Untersuchung einzuleiten.

Am Wochenende waren mehrere Geschäftsleute, darunter ein INA-Direktor, in U-Haft genommen wurden. Die Ermittler werfen ihnen betrügerische Gasgeschäfte zu Lasten der INA-Gruppe vor. Die kroatische Regierung hat nun eine Überprüfung sämtlicher Gasverträge des heimischen Mineralölkonzerns gefordert, die in den letzten zwei Jahren abgeschlossen wurden.

Im Mittelpunkt des nach dem INA-Direktor Damir Skugor benannten Skandals stehen manipulative Transaktionen, mit denen die Erdgassparte der INA um über 1 Mrd. Kuna (55 Mrd. Forint) geprellt wurde. Skugor verteidigte die umstrittenen Verträge damit, es sei Geschäftspolitik der Gruppe, das Erdgas zu Festpreisen zu verkaufen. Zur gleichen Zeit schoss der Gaspreis am Weltmarkt jedoch in die Höhe. Die inkriminierten Verträge schloss der INA-Direktor zudem ausgerechnet mit einem Nachbarn, dem Präsidenten der Anwaltskammer Kroatiens, ab. Der reichte denn auch eine „Gewinnbeteiligung“ auf das Privatkonto des Vaters von Skugor weiter.

3 Antworten auf “Direktor verkaufte Gas zum Festpreis

  1. Der Fall zeigt, wie wichtig Korruptionsbekämpfung ist.
    Und es zeigt auch, wie wichtig dabei die Zusammenarbeit innerhalb der EU ist – und eben wie wichtig die Teilnahme Ungarns an der EU-Staatsanwaltschaft wäre.

  2. Die Rotgrünen haben mal wieder alles in die Scheiße gefahren. Super! Wien steht vor einer Katastrophe, die sich gewaschen hat und Österreich erschüttern wird!

    https://unser-mitteleuropa.com/oesterreich-rote-wien-energie-de-facto-pleite-milliarden-verspekuliert/?fbclid=IwAR25kYCmOujMZxtMBPIVbcdf1eDMlbCDWyrm3Eod_3QPcF822zcMWYaAo7g

    “Und die Gaspreisexplosion hängt direkt mit dem Ukrainekrieg und dem damit verbundenen Gasembargo der westlichen EU-Kriegstreiber-Regierungen zusammen – mit Ausnahme Ungarns.”

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