Ministerpräsident Viktor Orbán (M. l.), der CEO der Audi Hungaria Zrt., Michael Breme (l.), Verkehrsminister János Lázár (3. v. r.) und Produktionsvorstand Zoltán Les (4. v. r.) mit ausgezeichneten Mitarbeitern der Audi Hungaria Zrt. und dem ersten Audi Q3 der dritten Generation. Foto: Audi Hungaria Zrt.

Audi Hungaria Zrt.

Die dritte Generation des Q3 kommt

„Audi ist für uns eine Herzensangelegenheit“, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán am Donnerstag in Győr, zum offiziellen Startschuss für die Serienproduktion des neuen Audi Q3.
Ministerpräsident Viktor Orbán: „Bürokraten dürfen nicht über Fertigungstechnologien bestimmen und den Menschen vorschreiben wollen, was sie zu kaufen haben.“ Foto: MTI/ Zoltán Fischer

„Als für Ungarn nach der Wende die Frage entstand, ob es sich in den modernen Wirtschaftskreislauf des Westens einbringen kann, wofür ausländische Investoren ihre Technologien mitbringen mussten, war Audi der erste westeuropäische Automobilhersteller, der an uns glaubte. Sie sahen in Ungarn die Zukunft und die Erfolge, die wir gemeinsam erringen werden“, meinte Orbán bei der Feierlichkeit auf dem Werkgelände der Audi Hungaria Zrt. „Für uns war Audi von Anfang an nicht einfach ein Automobilwerk, das Schicksal dieser Marke verlangt seither von Seiten jeder ungarischen Regierung ein ganz besonderes Engagement.“ Dem Enthusiasmus der Beschäftigten in Győr sei zu verdanken, dass Audi seither systematisch in Ungarn investiert.

Ein guter Anlass, Selbstvertrauen zu tanken

Die Sorgen um die Zukunft der europäischen Automobilindustrie treffen hierzulande gleich 160.000 Familien direkt, ging der Ministerpräsident sodann auf die aktuellen Entwicklungen ein. Nirgendwo sei der Wettbewerb härter als in dieser Branche, es werde nicht nur Gewinner, sondern sehr wohl auch Verlierer geben. Für Audi komme es darauf an, seine Positionen im VW-Konzern zu bewahren, während dieser global bestehen muss. „Wir stehen vor schweren Herausforderungen“, unter denen Orbán Krieg, steigende Energiepreise und die Brüsseler Bürokratie an vorderste Stelle rückte, gefolgt von dem neuen Konkurrenten China. Ein neues Modell zu feiern sei aber auch ein guter Anlass, Selbstvertrauen zu tanken. Selbstvertrauen für das Land Ungarn, und hoffentlich auch für Audi, in diesem Wettbewerb Schritt halten zu können. Mit Blick auf den neuen Q3 meinte Orbán, mit solchen Modellen habe Audi eine Zukunft.

Nun muss Ingolstadt aushelfen

Zum Produktionsstart des Audi Q3 der dritten Generation erinnerte der Vorsitzende des Vorstands der Audi Hungaria Zrt., Michael Breme, an ein Vierteljahrhundert Erfahrungen, die am Standort im Autobau gesammelt werden konnten – angefangen von der Ikone des Sportwagens Audi TT über den A3 bis zur zweiten Generation des Q3, die in Győr seit 2018 gefertigt wurde. Vom Q3 wurden weltweit bereits mehr als zwei Millionen Stück verkauft, gerade erst durfte die Audi Hungaria das Jubiläum der ersten Million in Eigenregie feiern. Die Kapazitäten des Automobilwerks (für 185.000 Einheiten im Jahr) seien mit Q3 und Cupra Terramar komplett ausgelastet, die zusätzliche Nachfrage werde das Stammwerk von Audi in Ingolstadt bedienen. Die Karosserieteile für dieses zusätzliche Volumen werden in Győr gefertigt, anschließend in Deutschland lackiert und montiert, erläuterte der Vorstand Automobilproduktion, Zoltán Les.

Zum ungarischen Exportvolumen steuert die Audi Hungaria ca. 7% bei. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen in Győr knapp 180.000 Pkw und annähernd 1,6 Mio. Aggregate aus, woraus Umsatzerlöse in Höhe von 8,6 Mrd. Euro und ein Gewinn von 305 Mio. Euro entsprangen.

Der erste Q3 der dritten Generation rollte in Salbeigrün vom Band. Foto: MTI/ Zoltán Máthé

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