Börsenunternehmen
Die Bezüge der Topmanager
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In dieser finden sich gleich vier Manager des größten ungarischen Unternehmens, des Mineralölkonzerns MOL. Unter diesen ist CEO Zsolt Hernádi aber nur an dritter Stelle platziert, was seine Vergütung anbelangt. Spitzenreiter sind der Geschäftsführende Direktor József Molnár und dessen Stellvertreter Oszkár Világi, die es 2022 auf Gesamtbezüge von brutto 483 bzw. 467 Mio. Forint brachten.
Drei Euro-Einkommensmillionäre
Mit Bezügen von in der Summe 434 Mio. Forint gehörte neben diesen beiden auch der CEO der Magyar Telekom Nyrt., Tibor Rékasi, zu den Euro-Einkommensmillionären. Hernádi folgt abgeschlagen hinter diesem Trio (285 Mio. Forint), knapp vor dem Geschäftsführenden Direktor des Pharmakonzerns Richter Gedeon Nyrt., Gábor Orbán (263 Mio. Forint). Vervollständigt wird die TOP10 durch die Geschäftsführenden Direktoren von AutoWallis und 4iG, Gábor Ormosy und Péter Fekete, sowie drei Vorstandsmitglieder bei MOL, M-Telekom und dem Spediteur Waberer´s.
Manch bekannte Namen fehlen
Vergeblich sucht man derweil im Spitzenfeld nach anderen bekannten Namen wie jenem von Sándor Csányi, dem lange Zeit reichsten Ungarn: Der OTP-Chef ist nur im eigenen Haus die Nr. 1, mit brutto 143 Mio. Forint. Allerdings hätte man ihn doch auf Rang 6 der TOP-Liste platzieren können, denn als Vorstandsmitglied bei der MOL Nyrt. bezog er 2022 weitere 77 Mio. Forint. Ganz zu schweigen von Orbán-Freund Lőrinc Mészáros, der nicht einmal eine Führungsposition in „seiner“ Opus-Gruppe bekleidet, aber mit einem zuletzt geschätzten Vermögen von 660 Mrd. Forint als reichster Ungar jeden Vogel abschießt.
Ein Deutscher unter den Topverdienern
Der Gründer der 4iG, Gellért Jászai, kassierte als ihr CEO im vergangenen Jahr 155 Mio. Forint. Der Geschäftsführende Direktor des Spirituosenherstellers Zwack Unicum Nyrt., der Deutsche Frank Odzuck, bezog bei dem Traditionsunternehmen 137 Mio. Forint. Als Vorstandsmitglieder der MOL-Gruppe nehmen der Präsident der Ungarischen Industrie- und Handelskammer (MKIK), László Parragh (78 Mio. Forint), der frühere Notenbankpräsident Zsigmond Járai (61 Mio. Forint) und Ex-Außenminister János Martonyi (58 Mio. Forint) auch nicht eben Kleingeld mit nach Hause.
