Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó mit Eigentümer Markus Diehl. Foto: Außenministerium

Diehl Aviation Hungary Kft.

Der Standort Ungarn wächst und gedeiht

Die Diehl Aviation feierte ihr 10. Jubiläum in Nyírbátor mit der Übergabe einer dritten Werkhalle.

Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó versprach den Investoren, Ungarn werde in der anstehenden Wirtschaftskrise die „lokale Ausnahme“ bilden.

Die Diehl Aviation Hungary Kft. hat für 2,5 Mrd. Forint eine Werkhalle in Nyírbátor errichtet. Der Hersteller von Flugzeugkomponenten beschäftigt an dem Standort unweit der rumänischen Grenze 870 Mitarbeiter. Der Staat gewährte für das Projekt Beihilfen, die jeden Arbeitsplatz quasi mit 1 Mio. Forint bezuschussen. Die Flugzeugindustrie steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen; mit 3.300 Beschäftigten soll in den ersten fünf Monaten ein Produktionswert von 70 Mrd. Forint zustande gekommen sein, ein Drittel über dem Vorjahreswert.

Eigentümer Markus Diehl (M.r.) feierte gemeinsam mit Minister Péter Szijjártó (M.l.), Vorstandssprecher Klaus Richter (l.) sowie dem aktuellen und dem vormaligen Geschäftsführer der ungarischen Tochtergesellschaft, Richard von Ketteler (2.v.r.) und Timo Strobel (r.), das 10. Jubiläum. Foto: MTI/ Attila Balázs

Szijjártó: „Europa kämpft und leidet.“

Bei der Einweihungsfeier am Montag erklärte Minister Szijjártó die Zielstellung der Orbán-Regierung, Ungarn wolle als „lokale Ausnahme“ die Krise auf dem europäischen Kontinent überstehen. Die Fundamente dafür seien gesetzt, denn Ungarn ging aus allen früheren Krisen gestärkt hervor. „Europas Wirtschaft kämpft und leidet. Das dicke Ende kommt wahrscheinlich erst noch, denn am Horizont zeichnet sich eine Energieversorgungskrise ab, die uns eine außerordentlich schwierige Zukunft verspricht“, holte Szijjártó weit aus. Die als Antwort Europas auf den Ukraine-Krieg gegebenen Sanktionen hätten erst diese Energiekrise heraufbeschworen.

Minister Péter Szijjártó warnte vor einem „dicken Ende“, aber nicht in Ungarn. Foto: MTI/ Attila Balázs

Ungarn möchte dieser Herausforderung begegnen, indem es wie in den vergangenen zwölf Jahren Investitionen fördert, den Unternehmen die niedrigsten Steuern und den Bürgern Arbeitsplätze anbietet. Dazu schafft die Wirtschaftspolitik ein Umfeld, in dem es sich lohnt, zu arbeiten und Arbeitsplätze zu schaffen.

Leichtbauspezialist plant langfristig

Das stetige und stabile Wachstum an den ungarischen Standorten – neben Nyírbátor noch Debrecen – hob der CEO der Diehl-Gruppe, Klaus Richter, hervor. Dabei würden neben den Mitarbeiterzahlen auch die Fähigkeiten vor Ort kontinuierlich erhöht, „was wir auch in den kommenden fünf Jahren zu tun planen“. Diese positiven Aussichten für die Aktivitäten in Ostungarn sind vor dem Hintergrund verständlich, dass sich das ungarische Tochterunternehmen in nur einem Jahrzehnt zu „einem wesentlichen Bestandteil von Diehl Aviation entwickelt hat“. In der Luftfahrtindustrie ist der Leichtbauspezialist Diehl Aviation ein führender Systemlieferant für Flugzeugsystem- und Kabinenlösungen.

Foto: MTI/ Attila Balázs

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel