Die Grundsteinlegung mit Ministerpräsident Viktor Orbán (r.), dem Präsidenten von Vinci Airports, Nicolas Notebaert (M. l.), und Wirtschaftsminister Márton Nagy (l.). Fotos: Ministerpräsidentenamt/ Ákos Kaiser

Budapest Airport Zrt.

„Das Huhn legt wieder goldene Eier“

Der internationale Flughafen „Ferenc Liszt“ zählte 2025 annähernd 20 Mio. Reisende. Nun wird das Terminal 3 vorbereitet, das für weitere 10 Mio. Fluggäste ausgelegt wird.

„Wir wollen den Flughafen „Ferenc Liszt“ bis 2030 zum bedeutendsten Handels- und Tourismuszentrum in der Region ausbauen“, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán bei der feierlichen Grundsteinlegung für den neuen Gebäudekomplex am Freitag in Ferihegy. Der Fidesz-Politiker erinnerte an die krasse Fehlentscheidung der damaligen linksliberalen Regierung, die den Flughafen, das „Huhn, das goldene Eier legt“, 2005 für weniger als 2 Mrd. Euro verschleuderte. Obendrein war der Käufer ein Konsortium, das nicht die langfristige Entwicklung vor Augen hatte, sondern schnelle Gewinne machen wollte.

Eins ist sicher

Erst 2024 konnte der ungarische Staat den Flughafen zurückkaufen, der nun vom französischen Partner Vinci bewirtschaftet wird. „In dieser Partnerschaft verbuchten wir 2025 ein Rekordjahr mit knapp 20 Mio. Reisenden und einem Gewinn von 330 Mio. Euro. Letzteres verkürzt die Amortisationszeit unserer Investition um zwei Jahre.“ Seither wurde die Konzession für die Schnellbahn zwischen Flughafen und Westbahnhof ausgeschrieben, und nun beginnt ebenfalls für ca. 1 Mrd. Euro die Entwicklung von Terminal 3. Schon 2030 soll der Budapester Flughafen 25 Mio. Reisende anziehen. „Eins kann ich versichern: Solange die nationalkonservative Regierung in Ungarn den Ton angibt, bleiben der Flughafen und weitere strategische Beteiligungen in ungarischer Hand, um den Bürgern von Nutzen zu sein.“

Der Ministerpräsident bezeichnete die mit Vinci getroffene Vereinbarung als eine der besten überhaupt. Denn diese Partnerschaft erlaubte es dem Staat, den Flughafen zurückzunehmen, ohne in die Falle eines Staates als schlechter Eigentümer zu tappen. „Ein Staat kann keine Flughäfen betreiben, die Bürokratie hat dieses Know-how nicht, weshalb wir einen guten fachlichen Partner suchen und finden mussten.“

Hauptdrehkreuz nach Asien

„Die Grundsteinlegung für das neue Terminal ist ein wichtiger Schritt für den Flugverkehr in Ungarn und maßgeblich für die Wirtschaft des Landes“, sagte Nicolas Notebaert, CEO von Vinci Concessions und Präsident von Vinci Airports, bei der feierlichen Zeremonie. Auch er betonte die dynamisch wachsenden Passagierzahlen, die aber noch vom Cargo-Geschäft übertrumpft würden: Die BUD Cargo City steigerte ihr Frachtvolumen 2025 um 40% zum Vorjahr und ist in der Region zum Hauptdrehkreuz nach Asien aufgestiegen. Notebaert versicherte, Vinci Airports wolle über die Budapest Airport (BA) Zrt. moderne Dienstleistungen von Weltniveau anbieten. Das Jahr 2026 wird neue Flugverbindungen in die USA und nach Kanada, Südkorea und China bringen. Das Entwicklungsprogramm im Volumen von 1 Mrd. Euro werde die nächsten zehn Jahre bestimmen.

Der internationale Flughafen „Ferenc Liszt“ befindet sich seit 2024 wieder (zu 80%) im staatlichen Besitz, 20% hält Vinci Airports. Das französische Unternehmen ist weltweit führend mit der Bewirtschaftung von mehr als 70 Flughäfen in 14 Ländern.

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel