Der US-Amerikaner Richard Schrock gründete gestützt auf seinen Nobelpreis in Chemie die Firma XiMo und entdeckt nun mit dem deutschen Kapital der Verbio-Gruppe Ungarn. Foto: MTI/ Zoltán Máthé

XiMo Hungary Kft.

Das Drei-Staaten-Modell

Im Beisein eines Nobelpreisträgers wurde am Donnerstag in Gödöllő der Grundstein für ein innovatives Werk gelegt.

XiMo ist ein Unternehmen des Nobelpreisträgers Richard Schrock aus den USA, das Katalysatoren für die sog. Metathese-Reaktion entwickelte. Für die dieser Technologie zugrundeliegenden theoretischen Arbeiten erhielt er 2005 den Nobelpreis für Chemie. Die Verbio-Gruppe als Betreiber von Bioraffinerien übernahm XiMo, um die US-Technologie zur Herstellung von Spezialchemikalien an ihrem Standort im ostdeutschen Bitterfeld einzusetzen. Nun kommen beide Partner nach Ungarn, wo als nächstes Projekt ein Werk für Katalysatoren vorgesehen ist.

Rund 11,5 Mrd. Forint (28,8 Mio. Euro) sollen in die Investition fließen, der Staat buttert aufgrund eines individuellen Regierungsbeschlusses 2,2 Mrd. Forint dazu. Der Staatssekretär des Außenwirtschaftsministeriums, Levente Magyar, sprach bei der Zeremonie am Donnerstag von 45 hochqualifizierten Arbeitsplätzen, die bis Mitte 2026 in Gödöllő entstehen, wenn das Unternehmen die Produktion spezieller Materialien für Katalysatoren aufnehmen wird. Der Staatssekretär dankte den deutschen Investoren, sich bei der Standortwahl für Ungarn entschieden zu haben. „Wir sehen, dass die neue Bundesregierung im Gegensatz zu ihren Vorgängern daran geht, die deutsche Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen“, würdigte Magyar.

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