MOL-Gruppe

Brand nicht vorsätzlich herbeigeführt

Die Havarie in der Donau-Raffinerie Százhalombatta am 20. Oktober ist nicht auf Sabotage, sondern auf einen technologischen Fehler zurückzuführen.

Das sagte der CEO der MOL Nyrt., Zsolt Hernádi, im Interview für das konservative Wochenblatt „Mandiner“. Das Interview gab er als Mitglied der großen ungarischen Delegation, die vor dem Wochenende Ministerpräsident Viktor Orbán zu seinem Gipfel mit US-Präsident Donald Trump nach Washington begleitete. Die Untersuchungen am Standort der MOL-Raffinerie hätten ergeben, dass eine externe Einflussnahme auf die Prozesse ausgeschlossen werden könne. Hernádi bat deshalb, keine weiteren Verschwörungstheorien in Verbindung mit der schweren Störung aufzustellen, die ca. 40% der Raffineriekapazitäten berührt. Eine vorsätzlich herbeigeführte Explosion hätte im Übrigen noch weitaus größere Schäden verursacht. Leider seien bei diesen komplexen Hochdruck-Technologien in Raffinerien Unfälle nicht gänzlich auszuschließen; wichtig sei, dass es im vorliegenden Fall keine Verletzungen gab und auch die Grenzwerte der Umweltbelastung nicht überschritten wurden.

Die MOL-Gruppe konnte im III. Quartal ein EBITDA von 974 Mio. Dollar vorlegen, das 15% über dem Vorjahresniveau liegt. Das Ergebnis nach Steuern fiel dessen ungeachtet um 13% auf 279 Mio. Dollar, das Umsatzvolumen um 2,5% auf 6,7 Mrd. Dollar.

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