Automobilindustrie
BMW und Budapest technologieoffen
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Am Montag, knapp vier Wochen nach der Grundsteinlegung in Debrecen, nahm Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó deshalb eine weitere Videokonferenz mit dem BMW-Vorstand vor.
Weil die Branche durch Inflation, steigende Rohstoffpreise und unsichere Lieferketten ohnehin angespannt ist, sollte sie keinen weiteren Belastungen ausgesetzt werden, betonte der Minister. Dazu müsse der Umweltschutz Hand in Hand mit der Wettbewerbsfähigkeit gehen. „Es geht nicht an, dass wir eine komplette europäische Industriebranche aus ideologischen oder politischen Gründen ausbluten. Dies ist nicht der geeignete Zeitpunkt, den vollständigen Abschied von den Verbrennungsmotoren an einem konkreten Zieldatum festzumachen“, sagte Szijjártó.

Selbstverständlich müssten die Abgaswerte weiter gesenkt werden, aber doch auf der Basis des gesunden Menschenverstands. Für Ungarn ist die Zukunft der Automobilindustrie von außerordentlicher Bedeutung, die in diesem Jahr einen Produktionsausstoß von 10.000 Mrd. Forint erreichen dürfte und 150.000 Arbeitsplätze sichert. „Es wäre gut, wenn gewisse Leute damit aufhören würden, der europäischen Wirtschaft in diesen schweren Zeiten ständig ins Bein zu schießen.“
Das Europaparlament beschloss vergangene Woche mit großer Mehrheit, die Verbrennungsmotoren bis 2035 komplett aufzugeben. Unter den deutschen Automobilherstellern wendet sich insbesondere BMW gegen die bornierten Vorstellungen der Politik, das Elektroauto zum Non plus Ultra zu erklären. Der bayrische Premiumhersteller wünscht sich stattdessen Technologieoffenheit. Das findet die Unterstützung der Orbán-Regierung.
