Medicontur Kft.
Autark sein ist wichtig
Dies ist besonders wichtig, da das strategische Ziel der Regierung darin besteht, dass Ungarn im Bereich der Medizintechnikproduktion autark wird, erklärte Handelsminister Péter Szijjártó am Mittwoch vor Ort. Der Minister berichtete, dass das Unternehmen, das künstliche Augenlinsen herstellt, drei Projekte im Wert von fast 8 Mrd. Forint umsetzen wird. Der Staat stellt hierfür 2,9 Mrd. Forint bereit und trägt so zur Schaffung von sechzig Arbeitsplätzen bei, darunter etwa ein Dutzend im Bereich Forschung und Entwicklung (F+E).
Dieses strategisch wichtige Unternehmen ist heute unangefochtener Marktführer in Ungarn, seine Produkte werden in 75 Ländern weltweit vertrieben. Die Investition deckt sich voll und ganz mit den wirtschaftspolitischen Zielen der Regierung, die besagen, dass es angesichts der Entwicklung Ungarns zu einem wichtigen Produktionsstandort an der Zeit ist, den Fokus verstärkt auf hohe Wertschöpfung, Innovation sowie F+E zu legen. Im vergangenen Jahr wurden 14 Großinvestitionen in Rekordhöhe im Wert von 227 Mrd. Forint in diesem Bereich getätigt und somit fast 1.000 neue Arbeitsplätze in diesem Sektor geschaffen. Heute sind insgesamt 90.000 Menschen in 3.000 Forschungszentren in F+E beschäftigt.
Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie verwundbar selbst die stärksten Gesundheitssysteme der Welt sind. Aus dieser Erfahrung heraus wurde das Ziel gesetzt, es dürfe nicht wieder vorkommen, dass es an der für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung notwendigen Ausrüstung mangelt. Dementsprechend wurden in den letzten Jahren zahlreiche Investitionen in diesem Sektor getätigt, der derzeit 13.000 Menschen in Ungarn beschäftigt und einen jährlichen Produktionswert von fast 400 Mrd. Forint erwirtschaftet. Einheimische Unternehmen sollten in möglichst vielen der für die Lieferung von Medizinprodukten in Ungarn zuständigen Segmenten vertreten sein, da dies die wahre strategische Stärke darstellt, sagte Szijjártó.
