Foto: MTI/ Csaba Krizsán

Sano-Modern Kft.

Aus Nordungarn für die Region

Die bayrischen „Tier-Ernährer“ errichten einen neuen Betrieb für Futtermittel am Standort in Csém.

Die Sano-Modern Takarmányozás Kft. baut das neue Werk für 10 Mrd. Forint, mit dem die Kapazitäten am Standort südlich von Komárom verdreifacht werden. Die Regierung übernimmt die Hälfte (!) der Investitionskosten, erklärte Agrarminister István Nagy (M.) am Donnerstag bei der Grundsteinlegung. Im strategischen GAP-Plan bis 2027 sieht Ungarn insgesamt das Hundertfache an Geldern zur Förderung der Nahrungsmittelindustrie vor. Schon bislang konnten im Rahmen von drei großen Ausschreibungen mehr als 900 Projekte in der Branche unterstützt werden. Im Segment für Futtermittel flossen rund 80 Mrd. Forint in 73 Betriebe.

Geschäftsführer Zsolt Csorba (M. r.) sagte, das Unternehmen versorge von Nordungarn aus neben dem heimischen Markt auch Aufzuchtbetriebe für Rinder und Schweine in der Slowakei, Rumänien und Bulgarien. Die Kapazität in Csém wird 120.000 t Futtermittel im Jahr erreichen. Das neue Werk einschließlich Großlager auf 2.400 m2 soll bis Oktober 2028 stehen.

Die deutsche Sano-Gruppe ist bereits seit 1994 in Ungarn präsent, das Futtermittelwerk in Csém entstand 2007. Die Bayern investierten insgesamt 35 Mrd. Forint und übernahmen die Agrarfirma Solum Zrt. in Komárom, mit hochmoderner Schweine- und Rinderzucht. Die Sano-Modern Kft. als Spezialist für Futtermittel konnte mit 40 Mitarbeitern trotz massiv auf 7,5 Mrd. Forint sinkender Umsatzerlöse auch 2024 wieder schwarze Zahlen schreiben: der Gewinn nach Steuern stieg sogar noch um 30% auf 1,3 Mrd. Forint.

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