Während Rheinmetall den KF51 Panther auf der Eurosatory 2022 als „Game Changer für die Gefechtsfelder der Zukunft“ präsentierte, würdigte Industrieminister Palkovics die beispielhafte Zusammenarbeit der Ungarn mit dem deutschen Technologiekonzern. Foto: Rheinmetall AG

Verteidigungsindustrie

Aufrüstung nimmt ihren Lauf

Die Kooperationen mit Rheinmetall und Airbus sind beispielhaft, sagte László Palkovics in Villepinte bei Paris.

Der Minister für Technologien und Industrie besuchte dort am Montag die Rüstungsmesse „Eurosatory“.

In diesem Kontext erinnerte er daran, dass in wenigen Wochen zwei Werke der besagten Konzerne in Zalaegerszeg und Gyula übergeben werden. Ungarn wird den Schützenpanzer Lynx nicht nur für die eigenen Streitkräfte beziehen, sondern im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens mit Rheinmetall auch bauen. Airbus wird im Südosten des Landes Komponenten für Helikopter fertigen.

Palkovics zufolge habe der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine die Aufmerksamkeit auf neue Technologien wie Drohnen gelenkt, „die für Ungarn eine sehr ernstzunehmende Option darstellen“. In Europa nimmt eine Aufrüstung ihren Lauf, wie man sie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr erlebt habe. Global sollen die Rüstungsausgaben im vergangenen Jahr erstmals die Marke von 2.000 Mrd. USD überschritten haben.

Auf der Eurosatory präsentieren sich 1.700 Aussteller aus 62 Ländern dem Fachpublikum. An den vier Tagen der Messe werden insgesamt mehr als 200 offizielle Delegationen erwartet.

Ein Gedanke zu “Aufrüstung nimmt ihren Lauf

  1. Mit dem Panther hat Rheinmetall einen ziemlichen Überraschungscoup gelandet – nicht nur was das Timing im Hinblick auf die “Zeitenwende” betrifft. Auch das deutsch-französische Main Ground Combat System-Gemeinschaftsprojekt sticht Rheinmetall zeitlich aus.

    Ob es hier auch zu ähnlichen Kooperationen wie beim Lynx kommen wird?

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