Krisensteuer
Abwanderung droht
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„Ein Teil der in Budapest angesiedelten Firmen könnte abwandern, sollte sich der Oberbürgermeister mit seiner Initiative einer Krisen-Gewerbesteuer durchsetzen“, warnt der Präsident der Budapester Industrie- und Handelskammer (BKIK). Elek Nagy sagte der Wirtschaftszeitung „Világgazdaság“, diese Steuerform (IPA+) sei problematisch, weil sie keinen Unterschied zwischen den Unternehmen macht, die eine Bemessungsgrundlage von 5 Mrd. Forint erreichen. Dabei hat die Corona-Krise enorme Unterschiede zwischen den verschiedenen Branchen hervorgebracht. Ausländische Firmen werden Kosten und Nutzen optimierend in die Provinz oder gar ins Ausland umsiedeln, um der auf ein halbes Prozent ihrer Umsatzerlöse angesetzten Sondersteuer zu entgehen. Unternehmen, die von Budapest leben, befinden sich wegen der Nachfrageausfälle ohnehin in einer Notlage. Unklar sei zudem, auf welcher Rechtsnorm IPA+ basieren soll. Im Gesetz über die örtlichen Steuern ist festgeschrieben, dass die Gewerbesteuer max. 2% betragen darf.
