In diesem Pkw kam einer von sieben Migranten ums Leben, der Fahrer flüchtete, wurde aber später bewusstlos in der Nähe des Unfallorts gefunden. Foto: MTI/ Ferenc Donka

Tragische Unfälle

Zu viele Tote auf den Straßen

An den letzten Tagen häuften sich wieder Unfälle mit besonders tragischem Ausgang auf Ungarns Straßen.
10. Januar 2023 15:55

Dazu gehörten einmal mehr Pkw, die mit Zügen an unbeschrankten Bahnübergängen kollidierten. Gehäuft ist in den Polizeimeldungen neuerdings die Rede von Fahrzeugen, die von Schleppern gelenkt werden und schwere Unfälle verursachen. So am vergangenen Donnerstag, als ein Pkw auf der Autobahn M5 Richtung Budapest von der Fahrbahn abkam. Der erst später gefasste, schwer verletzte Fluchtfahrer hatte sieben Türken, Tschetschenen und Inder an Bord – ein 24-jähriger Türke kam bei dem Unfall ums Leben.

Verfolgungsjagden enden tragisch

Nur einen Tag zuvor hatte ein Serbe auf der M1 einen ähnlichen Unfall verursacht, der nicht nur sieben Migranten aus Indien beförderte, sondern vor Fahrtantritt getrunken hatte. Die Masche ist immer die Gleiche: Die Fahrer versuchen, Polizeikontrollen im letzten Moment aus dem Weg zu gehen. Die Polizei verfolgt das flüchtende Fahrzeug, die Verfolgungsjagd endet häufig tragisch. Es wäre wohl an der Zeit zu überdenken, ob die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer billigend in Kauf zu nehmen ist, nur weil das Innenministerium meint, die Schlepper und ihre „Menschenfracht“ illegaler Einwanderer nicht anders fassen zu können.

Gestresste Gastarbeiter am Steuer

Eine typische Unfallursache sind Karambolagen bei dichtem Verkehr, wie sich dies an immer mehr Wochenenden zuträgt. Offenbar nutzen zunehmend mehr Gastarbeiter Ungarn als Transitland zwischen dem Balkan und der Türkei bzw. Westeuropa. Zu Beginn und am Ende von Ferien sind die Transitrouten M1-M5, aber auch die M4 nach Rumänien, hoffnungslos überlastet. Übermüdete und gestresste Fahrer sorgen bei diesem Stop-and-Go für Auffahrunfälle, wie am Samstag auf der M1 Richtung Hegyeshalom geschehen. Dort waren innerhalb einer einzigen Stunde 15 Fahrzeuge in fünf Unfälle verwickelt.

Leben leichtsinnig aufs Spiel gesetzt?

Ein besonders tragischer Unfall ereignete sich am Sonntag auf der Ringautobahn M0, offenbar wegen Unachtsamkeit und Leichtsinns. Ein Pkw war wegen eines Defekts liegengeblieben, der Fahrer blieb im Auto, seine Frau und der 13-jährige Enkel stiegen derweil aus. Wo genau sich die Beiden aufhielten, geht aus der Polizeimeldung nicht hervor, doch wurden sie von einem Laster so schwer erfasst, dass die Frau noch am Unfallort, der Teenager nach zunächst geglückter Reanimierung Stunden später im Krankenhaus verstarb.

3 Antworten auf “Zu viele Tote auf den Straßen

  1. Die Unfälle auf vor allem der M1 rühren doch vor allem daher, dass auf der zweispurigen Autobahn auf der linken Spur ohne Sicherheitsabstand gefahren wird. Es sind eben nicht nur Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen, die dicht auffahren.
    Vielleicht liegt es an den meist 3 Spuren, aber in Österreich begegnet man dieser aggressiven Fahrweise nicht so häufig.

  2. Überwiegend handelt es sich bei den tödlichen Verkehrsunfällen um Fluchtvrsuche von kriminellen Schleppern vor der Polizei, die mangels Ortskenntnisse und Fahrkönnen irgendwo final einschlagen. Und aus dem PKW wird der tote Fahrer geborgen plus 8 Verletzte “gerettet” und versorgt….

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