Foto: Nationalpark Őrség

Naturschutz

Wo einst Wachen standen

„Őrség“ ist der Name einer geographischen und ethnographischen Landschaft in Südwestungarn. Da haben die Ungarn im Mittelalter ihre Wachen (= őr) aufgestellt, zum Schutz der Westgrenze.

Die Verwaltung des Nationalparks Őrség erhielt im Rahmen des Programms KEHOP+ eine Förderung in Höhe von 535 Mio. Forint (1,35 Mio. Euro), mit der Feuchtgebiete, Mähwiesen und Gebiete entlang von Bächen renaturiert werden. Ziel des Projekts ist der Schutz der biologischen Vielfalt und die Stärkung der Anpassungsfähigkeit der Lebensräume an den Klimawandel. Denn neben den früheren alpinen Einflüssen wird der Einfluss der globalen Erwärmung immer stärker.

Im Rahmen der jetzt geltenden Ausschreibungen wurden bei den zehn Nationalparks des Landes insgesamt 59 Projekte mit einem Gesamtwert von 41,1 Mrd. Forint gestartet. Die sieben Projekte der Nationalparkverwaltung Őrség erhalten Fördermittel in Höhe von 4,3 Mrd. Forint, mit denen auf Flächen von insgesamt mehr als 1.100 Hektar die Bedingungen für den Erhalt der Natur verbessert werden. Die nun beginnende Investition wird an vier Standorten auf 128 ha realisiert. So werden Flussbettformationen des Kerca-Baches wiederhergestellt, wo das Wasser in Zeiten mit geringem und mittlerem Wasserstand wieder in sein natürliches Flussbett zurückfließt. Hierzu zählt auch die Wiederbelebung des Biotops am Gyöngyös-Bach.

Die Nationalparkverwaltung erhofft sich von diesen Rekonstruktionen, den touristischen Wert der Region deutlich zu erhöhen.

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