Bahnübergänge
Weniger Unfälle, nur ein Todesfall
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In der ersten Jahreshälfte ereigneten sich an Bahnübergängen insgesamt 31 Unfälle, mit einem Toten und zwei Schwerverletzten. Vor einem Jahr kamen zur gleichen Zeit bei insgesamt 54 Unfällen sage und schreibe 19 Menschen ums Leben, weitere sechs wurden schwer verletzt. (Im Gesamtjahr 2022 waren sogar 70 Tote und 48 Verletzte zu beklagen.) Die MÁV erklärt sich diese Entwicklung mit dem Erfolg ihrer Aufklärungskampagne: Die Autofahrer würden heute umsichtiger agieren, wenn sie sich einem Bahnübergang annähern. Allerdings relativiert sich der aktuelle Erfolg zu früheren Jahren, weil die Unfallzahlen im vergangenen Jahr nach der „Corona-Pause“ wieder dramatisch angestiegen waren.
Um die Verkehrsmoral anzuheben, steigen die Bußgelder ab September allgemein um 30%. Wer meint, die Gleise noch überqueren zu müssen, wenn die Signalanlage bereits rot blinkt, muss mit einer Ordnungsstrafe von bis zu 390.000 Forint (über 1.000 Euro) rechnen. Freilich ist es wohl noch immer besser, mit Geld als mit dem Leben zu bezahlen, wenn unverhofft ein Zug eintrifft. Die MÁV beharrt auf ihrer Darstellung, seit 15 Jahren für keinen tödlichen Zusammenstoß an Bahnübergängen mehr verantwortlich gewesen zu sein.
