Budapest scheint das Schlimmste bereits am Wochenende überstanden zu haben. Foto: MTI/ Robert Hegedüs

Hochwasser

Unwetter lassen die Pegel steigen

Wegen des Hochwassers ist der Katastrophenschutz auf einer Länge von mehr als 900 km an Flüssen und Bächen im Einsatz.

Besonders kritisch war die Lage am Montag im Gebiet der Zuflüsse zur Rába, wo auf 10,5 km Länge die höchste Hochwasser-Alarmstufe gilt. Westlich von Körmend im Grenzgebiet zu Österreich fiel in der Nacht vom Samstag zum Sonntag binnen sechs Stunden so viel Niederschlag wie gewöhnlich in einem ganzen Monat. Die Nebenflüsse Strém und Pinka führen reißend viel Wasser, das in die Rába drückt, die am Montagabend bei Körmend den höchsten Pegelstand aller Zeiten erreichen könnte. (An der Pinka ist das am Montagmorgen mit 508 cm bereits eingetreten.)

Mit nahezu 400 Fachkräften der Wasserwirtschaft, die kurzfristig aus dem Landesosten umgesetzt wurden, sowie Hundertschaften der Armee wurde am Wochenende mit der Verstärkung der Deichkrone auf 2,5 km begonnen. Auch die Bevölkerung wurde aufgerufen, vor allem beim Befüllen von rund 120.000 Sandsäcken zu helfen.

Am Budapester Donauabschnitt entspannt sich die Lage derweil langsam, die Spitze des Donauhochwassers wird am Montag bei Baja und am Dienstag bei Mohács erwartet. Wegen des Hochwassers mussten mehrere Nebenstraßen sowie Verbindungswege zwischen kleineren Ortschaften im Komitat Vas sowie im Komitat Pest im Raum Szentendre abgesperrt werden, die Donaufähren stellten ihren Betrieb ein.

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