Ungarn
Eingang zur diesjährigen CPAC Hungary. Foto: BZ/ Jan Mainka

Glosse: Eindrücke eines Neu-Ungarn, Teil 37

Lieber ein schwarzes, als ein dummes Schaf!

Ist es nicht phantastisch, Mitglied der EU zu sein? Dort, im Schoß demokratischer Werte, im Paradies von Meinungsfreiheit und im Hort der Gleichberechtigung?

… und wo alle Staaten die gleichen Rechte haben, wie etwa die turnusmäßige Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft? Außer Ungarn natürlich, die dürfen da nicht mitmachen. Einer muss ja das schwarze Schaf sein.

Diese bösen Ungarn!

Es sind auch immer wieder diese bösen Ungarn, die sich partout nicht fügen! Schon wieder zeigen 26 europäische Finger auf Ungarn. Und warum? Zum einen, weil die ungarische Regierung so schrecklich korrupt ist. Das behauptet zumindest die EU und deren Kommissions-Vorsitzende, die Impfstoff-Shopping-Queen von der Leyen. Mit Korruption kennt man sich in der EU nämlich aus. Schließlich sitzen die ehemalige Vizepräsidentin des EU-Parlaments und fünf weitere Verdächtige wegen Korruptionsvorwurfes in Untersuchungshaft.

Auch für das linientreueste Mitglied, die deutsche Regierung, ist Korruption kein Fremdwort. Ob es Vetternwirtschaftler Habeck, CumEx-Kanzler Scholz oder so mancher Masken-Dealer im Deutschen Bundestag sind… alles verfilzt.

Trotzdem zeigen auch sie immer wieder auf den bösen Orbán – ohne zu bedenken, dass dabei auch immer drei Finger auf einen selbst zurückweisen… Warum kann sich dieser Kerl nicht einfach dem EU-Diktat unterordnen, wie andere Staatsoberhäupter auch? Was ist schon dabei, ein paar Hunderttausend illegale Migranten ins Land zu holen und es beim Kinderschutz nicht mehr so genau zu nehmen? Zudem könnten sich die Ungarn ruhig mal aus lauter Dankbarkeit etwas aktiver an der Eskalierung des Krieges beteiligen! Und vor allem sollten sie endlich einmal ihre penetrante Friedenstreiberei einstellen!

„No woke Zone“

Kürzlich fand in Budapest die CPAC Hungary statt, eine Zusammenkunft von Konservativen. Ich war zufällig gerade in Budapest und bin am Veranstaltungsort vorbeigefahren. Über dessen Eingang prangte der provokante Slogan: „No woke Zone“.

Orbán äußerte sich entsprechend: „Wir verteidigen uns gegen eine globale Elite, die uns ihren Willen aufzwingen will.“ Daher sei seine Regierung unter „Dauerbeschuss“.

In seiner Rede machte der ungarische Ministerpräsident deutlich, was er von den neuen westlichen „Errungenschaften“ hält: „Nem a migrációra, nem a genderre és nem a háborúra!“ – „Nein zur Migration, Nein zum Gendern und Nein zur Kriegsbeteiligung!“.

Homophobes Ungarn?

Schon viel länger wird Ungarn vorgeworfen, dass es sich so vehement dem Genderwahn widersetzt und sich der gerne zur Schau gestellten Regenbogen-Bewegung verweigert. Das beweist doch deutlich, wie homo- und transphob Ungarn ist, oder?

Das ist natürlich Unsinn. Hier kann jeder im Privaten seine sexuellen Prioritäten ausleben: Es gibt schon lange eingetragene Lebenspartnerschaften homosexueller Paare und jährlich findet in Budapest sogar eine große Pride-Parade zum CSD statt.

Was den Ungarn aber tatsächlich wichtig ist: das Kindeswohl. Die Kinder sollen an den Schulen vor Frühsexualisierung und der Bombardierung mit Themen wie Geschlechtsumwandlung geschützt werden. In Ungarn ist man altmodisch: da obliegt die Erziehung der Kinder immer noch den Eltern und entsprechend geschulten Pädagogen.

Hier passiert eben nicht, wie kürzlich in Deutschland, dass stramm-woke Sozialarbeiter schon Kinder in Grundschulen mit Fragen danach verunsichern, welches Geschlecht sie haben, ob sie sich dessen sicher seien und ob sie nicht lieber etwas anderes wären. Nein, so krank ist man in Ungarn glücklicherweise nicht! Gut für die Kinder, die das Glück haben, hier aufzuwachsen.

Der Autor ist Dip­lom-­Physiker, machte dann aber die Musik und die Liebe zur Sprache zu seinem Beruf und wurde Kabarettist. In den vergangenen 40 Jahren stand er mehr als 6.000 Mal auf der Bühne und war in zahlreichen Fernsehsendungen zu Gast. Nebenbei schrieb er sechs Bücher. Seit 2020 lebt er mit seiner Frau in der Nähe des Balaton. Mehr zu Detlev Schönauer finden Sie in diesem BZ-Interview.

2 Antworten auf “Lieber ein schwarzes, als ein dummes Schaf!

  1. “Schließlich sitzen die ehemalige Vizepräsidentin des EU-Parlaments und fünf weitere Verdächtige wegen Korruptionsvorwurfes in Untersuchungshaft.”
    Kaili von den Linksgrünen sitzt bald wieder im EU-Parlament, um gegen Ungarn zu stimmen, dabei gehört eine solche Frau in einen Hochsicherheitsgefängnis, da sie mit ihrem Charakter die Menschheit vergiftet und große Geldmengen von Diktatoren einstreicht.

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