Ungarn
Das Freibad von Zalakaros: Hier wie auch in allen anderen ungarischen Freibädern können die Gäste völlig gewaltfrei ihrem Badespaß frönen. Foto: Hunguest Hotel Freya Zalakaros

Glosse: Eindrücke eines Neu-Ungarn, Teil 39

Gewaltfreie Freibäder 

Wenn man als Auswanderer in Ungarn lebt, freut man sich immer wieder auf Besuch aus der alten Heimat.

So kam kürzlich eine Schwester meiner Frau mit ihren beiden Kindern. Denen wollten wir, als gute Gastgeber, natürlich etwas bieten und besuchten im Nachbarort Zalakaros das herrliche Thermalbad.

Gute Erziehung ungarischer Kinder

Gerade für Kinder ist der riesige Außenbereich ein wahres Paradies. Es war recht voll, viele Kiddies tummelten sich auf den Rutschen und in den Kinderbecken. Meine Schwägerin erstaunte zunächst der niedrige Lärmpegel –bei sooo vielen Kindern.

„Das hängt mit der Erziehung dieser Kinder zusammen“, erklärte ich ihr. Diese liege in Ungarn immer noch bei den Eltern und bleibt nicht bei total überforderten Lehrern hängen. Gerade die alten Familientraditionen würden in Ungarn besonders gepflegt, auch wenn die Brüsseler Bürokraten alles dafür tun, um diese Strukturen europaweit zu zerstören.

Was meiner Schwägerin besonders auffiel, war der einsame Bademeister, der gelangweilt auf seinem Stuhl saß und offensichtlich nicht viel zu tun hatte. Sie meinte dazu, in ihrem städtischen Freibad zuhause wäre da wesentlich mehr los: dort müssten fünf, sechs Aufsichtspersonen an jedem Becken, zusätzliche Security-Kräfte und oft genug auch Polizisten für Ruhe sorgen.

Schuld daran wären aber weniger die deutschen Kinder – Verursacher solch martialischer Aufrüstung wären vor allem die jungen Männer „westasiatischen Phänotyps“ oder wie die bunte Migrantenschar in Deutschland aktuell gerade politisch korrekt bezeichnet werden darf…

Deutschland: Friedliche Bürger auf dem Rückzug

Gerade ist in Berlin eines der größten Freibäder geschlossen worden, und das mitten in der „tödlichen“ Sommerhitze: es gab einfach zu viele Übergriffe seitens dieser Neubürger. Diese belästigten nicht nur Kinder und weibliche Badegäste, sondern frönten darüber hinaus auch ihren rituellen Massenschlägereien. „Frauen, Schwule und Juden sind Freiwild“, machte ein Berliner Bademeister in der Berliner BZ gerade erst seinem Ärger Luft.

Meine Schwägerin bedauerte, dass wegen dieser Zustände in Deutschland viele Menschen nicht mehr in Freibäder gingen. Ebenso wie inzwischen viele Frauen intuitiv auch Innenstädte und Parkanlagen meiden würden, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit.

Ungarn: Keine Multi-Kulti-Bereicherung

Bei unseren weiteren Ausflügen hier fiel ihr generell die mangelnde Präsenz solcher „westasiatischer“ Neubürger auf: keinerlei Kopftücher und auch keine bärtigen Männer, die in Gruppen herumjohlen und Frauen anpöbeln, wie das im heutigen Deutschland inzwischen zum Stadtbild gehört. „Eine solche Multi-Kulti-Bereicherung hat Ungarn halt nicht“, musste ich eingestehen. „Hier finden nicht einmal tägliche Messerattacken oder Gruppenvergewaltigungen statt.“

Und das soll gefälligst auch so bleiben! Daher hat sich Ungarn – neben Polen – mutig dem sogenannten „Asylkompromiss“ der EU widersetzt, nach dem jeder Mitgliedstaat eine vorgegebene Zahl von Migranten aufnehmen soll. In Ungarn begegnet man der Migrationskrise auf passendere Weise: man schützt einfach massiv die EU-Außengrenzen.

Bisher über eine Milliarde Euro wurde dafür ausgegeben, und das ohne jegliche Entschädigung vonseiten der EU! Kein Wunder, dass daher Ungarn auch nicht bereit ist, für jeden nicht aufgenommenen Migranten etwa 22.000 Euro hinzublättern. Zumal die EU ohnehin noch mit fadenscheinigen Begründungen einen gewaltigen Geldbetrag zurückhält, der Ungarn nach geltendem Recht zustehen würde.

Bei ihrer Abreise hat sich meine Schwägerin übrigens nach den Immobilienpreisen in Ungarn erkundigt. Wenig verwundert gaben wir ihr Auskunft…

Der Autor ist Dip­lom-­Physiker, machte dann aber die Musik und die Liebe zur Sprache zu seinem Beruf und wurde Kabarettist. In den vergangenen 40 Jahren stand er mehr als 6.000 Mal auf der Bühne und war in zahlreichen Fernsehsendungen zu Gast. Nebenbei schrieb er sechs Bücher. Seit 2020 lebt er mit seiner Frau in der Nähe des Balaton. Mehr zu Detlev Schönauer finden Sie in diesem BZ-Interview.

50 Antworten auf “Gewaltfreie Freibäder 

  1. “Kein Wunder, dass daher Ungarn auch nicht bereit ist, für jeden nicht aufgenommenen Migranten etwa 22.000 Euro hinzublättern.”
    Das ist doch fast ein Schnäppchenpreis. Nach dem Höhepunkt der Krise 2016 forderte die EU-Kommission schon mal 300.000 pro Migrant hinzublättern, der nicht übernommen würde. Der Unsinn scheiterte damals natürlich. Jetzt versuchen es die Penner mit kleineren Beträgen, die immer noch zum lachen sind, weil auch 22 TSD bereits Summen sind, die ein jährliches Netto-Einkommen beiweiten übersteigen. Ich schlage vor: 22,22 €. Da aber unser Orbán und die Ungarn stoische Eigenschaften besitzen, wird alles scheitern.

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  2. Ich hoffe den nach Ungarn ausgewanderten Deutschen ist noch bewußt das sie ebenfalls Migranten sind.
    Selten so viel Frust und Missgunst gelesen wie bei den deutschen Auswanderern. Das ist wirklich schade.

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    1. Ja, die nach Ungarn auswandern, sind auch Migranten, mit dem sehr sehr entscheidenden Unterschied, dass sie dem Gastland nicht auf der Tasche liegen, sondern sogar noch Kapital ins Land bringen und hier ausgeben oder einer Erwerbstätigkeit nachgehen und dann damit zur Steigerung des BIPs beitragen. Und sie bringen auch keine neuen (Un-)Kulturen mit, wie das in D der Fall ist. Genannt seien Messerstechereien, eskalierende Hochzeiten, Massenschlägereien in Schwimmbädern usw.

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      1. “zur Steigerung des BIPs beitragen”

        Oh Gott, wer soll das glauben, dass die Deutschen das BIP in Ungarn wesentlich erhöhen.

        “… sogar noch Kapital ins Land bringen…”

        Sie sind ja richtig selbstlos. .Aber ehrlich gesagt, auf diesen mickrigen Betrag könnte Ungarn auch ohne Problem verzichten.

        “Und sie bringen auch keine neuen (Un-)Kulturen mit..”

        Ich glaube ihr Freundeskreis (oder die Menschen mit denen Sie sprechen) besteht nur aus Deutsche. Sprechen mal mit Ungarn darüber und Sie werden schnell feststellen, was die Ungarn alles an Deutsche auszusetzen haben: Beschwerdeweltmeister, Meckerköpfe, großspuriges Verhalten selbst beim kleinsten Mini-Rentner, treiben Hauspreise und andere Preise in die Höhe, wissen alles besser, Weltenretter usw.

        Ich will hier nicht sämtliche Erfahrungen, die Sie damit machen können, vorwegnehmen, deshalb belasse ich es mal bei diesen Punkten.

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        1. Sie sind wirklich ein Heinz! Kein einzelner Mensch trägt “wesentlich” zur Steigerung des BIPs bei (Sie unterstellen mir diese nie gemachte Äußerung), aber lieber ein paar zehn- oder hunderttausend Euro mitbringen ist sicherlich besser als permanent Kosten verursachen, meinen Sie nicht auch?! Und natürlich könnte Ungarn auf jeden einzelnen Auswanderer aus Deutschland verzichten, im Übrigen auch sehr gut auf Sie ;).
          Mein Freundeskreis besteht auch sicherlich nicht “aus Deutsche”, sondern allenfalls “aus Deutschen” (jaja, schwere Sprache, gell?). Aber keine Sorge, hauptsächlich habe ich es hier mit meinesgleichen zu tun. Ich bin nämlich so weit integriert, dass ich mittlerweile auch die ungarische Staatsbürgerschaft erlangt habe. Dafür muss man u.a. die Sprache solide beherrschen, was mit einer gewissen Kenntnis von Land und Leuten auch einhergeht. Mi a helyzet Nálad, Heinzikém?

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          1. “Kein einzelner Mensch trägt “wesentlich” zur Steigerung des BIPs bei (Sie unterstellen mir diese nie gemachte Äußerung)”

            Wo habe ich das geschrieben. Ich habe geschrieben: “Oh Gott, wer soll das glauben, dass die Deutschen das BIP in Ungarn wesentlich erhöhen.” Sie sollten noch an Ihrem deutschen Sprachverständnis arbeiten, wenn Sie selbst so einfache Sätze nicht verstehen. Vielleicht haben Sie zu viel Gewicht auf das Lernen der ungarischen Sprache gelegt (jaja, schwere Sprache, gell?)”

            “Und natürlich könnte Ungarn auf jeden einzelnen Auswanderer aus Deutschland verzichten, im Übrigen auch sehr gut auf Sie ;).”

            Das wäre dann aber intellektuell ein Verlust für das Land, während bei Ihnen der intellektuelle Durchschnitt sicher dramatisch ansteigen würde.

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            1. Heinz Maier, 25.7.23, 9.59 Uhr haben Sie davon geschrieben, dass die Deutschen das BIP nicht wesentlich steigern.
              Aber egal, mehr als ein halbes Dutzend Kommentare (Selbstgespräche?) mitten in der Nacht, wobei Sie über die schlechte Lage in Ungarn fabulieren und auch das Wort “Selbstmord” nutzen – vielleicht ist Ihre Beziehung zu Ungarn einfach toxisch?! Es zwingt Sie keiner, unter diesen prekären Umständen Zeit zu verschwenden. Gehen Sie dorthin, wo Sie glücklich sein können, es ist keine Schande, falsche Lebensentscheidungen zu korrigieren.

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          2. “aber lieber ein paar zehn- oder hunderttausend Euro mitbringen ist sicherlich besser als permanent Kosten verursachen,”

            Fragen Sie mal die ärmeren Ungarn, die über die hohen Hauspreise stöhnen, die nicht unwesentlich durch deutsche Einwanderer mitverursacht werden. Die werden sich sicher nicht über das zusätzliche Geld freuen können. Aber das interessiert Sie nicht, denn Hauptsache Sie kommen mit ihrem Hintern die Wand hoch. Sozial halt nur dann, wenn es Ihnen etwas nutzt.

            Und was Ihren Namen betrifft, der kommt ja ursprünglich aus dem Altgriechischen und bedeutet der Bekränzte oder der Gekrönte, was sich bei Ihnen leider als absoluter Fehlgriff Ihrer Eltern entpuppt hat.

            Und wenn wir schon bei Rechtschreibfehler sind. Wenn Sie alles erst durch die Rechtschreibprüfung von Word überprüfen lassen, dann unterlaufen Ihnen natürlich keine Flüchtigkeitsfehler. Das ist dann aber kein Zeichen für Intelligenz.

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          3. “Mi a helyzet Nálad, Heinzikém?”

            Soll das jetzt Ihre ungarischen Sprachkenntnis demonstrieren? Da müssen sie schon mehr bringen, um mich zu überzeugen. Das liegt nur knapp über den Fähigkeiten eines Online-Translators, lieber Stefan ohne güldenen Kranz!

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  3. Ich finde diesen Artikel beschämend. Genau so schürt man Vorurteile. Alle Migranten sind 25 Jahre alt, männlich, dauergeil, Frauen verachtende Terroristen. Und klar, in de Luxuxbädern am Balaton, wo unser Autor verkehrt, gibts solche Probleme nicht. Denn die Minderheiten in Ungarn können sich dort den Eintritt nicht leisten. Ansonsten lade ich Sie gerne mal zu unserem Schwimmbad ein. Sollten Sie auch mal gesehen haben. Denn dort gehts dann schon auch mal ruppig zu wenns Gaesten aus gewissen Bevölkerungsgruppen zu bunt wird.

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  4. Der Artikel ist hervorragend und trifft genau auf den Punkt. – vielen Dank dafür Herr Schönauer.

    In Ihrer Lesart ist also das Benennen von unerträglichen Zuständen das “Schüren von Vorurteilen”.
    Damit bedienen Sie sich den gleichen Stigmatisierungsintrumenten, welche Politik und Mainstream in Deutschland schon seit Jahren benutzen um Kritik an Fehlentwicklungen mundtot zu machen. Davon abgesehen: Wie kommen Sie darauf, dass Zalakaros ( liegt im Übrigen nicht am Balaton) ein Luxusbad ist? Haben Sie hier versucht, die “Neidkarte” zu spielen? Für linksgrüne Agitatoren ist das nicht ungewöhnlich.
    Neukölln ist inzwischen überall in Deutschland und ich für meinen Teil bin froh, dieser “kulturellen Bereicherung” in Ungarn nicht ausgesetzt zu sein.

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  5. Herr Németh, ich weiss sehr wohl wo Zalakaros liegt, und ja die Eintrittspreise dort sind sehr hoch. Das können sich viele Ungarn (Die nicht Ihre Haupeinkunft aus dem deutschen Rentensystem beziehen) nicht leisten. Und Neukölln ist nicht überall. Soche Zitate wie “Das hängt mit der Erziehung dieser Kinder zusammen“, erklärte ich ihr. Diese liege in Ungarn immer noch bei den Eltern …” sind der reinste Quatsch. Wo die meisten Eltern der Mittelschicht beide Berufstätig sind, erziehen logischerweisse andere die Kinder. Das ist nicht anders als anderswo. Völlig realitätsfremd. Und weiter „Hier finden nicht einmal tägliche Messerattacken oder Gruppenvergewaltigungen statt.“ Meiner Meinung nach unterste Schublade. Ungarn besteht eben nicht nur aus der Region um den Balaton.

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    1. Auch in Győr gibt es noch keine Kultur von Messerstechereien, Massenschlägereien und ähnlichem. Es möge auch in manchen Ecken Ungarns so sein, dass gewisse Bevölkegerungskreise eine weniger nachhaltige Erziehung genossen haben, aber dass die deutsche Bevölkerung jetzt vor den Schutzsuchenden selber Schutz suchen muss, ist unsäglich. Wer nicht spurt, gehört achtkantig und sofort rausgeworfen, egal woher er oder sie kommt.

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      1. Sie sind auch ein Fachmann im Ausblenden der Realität. Alle Informationen werden anscheinend bei Ihnen passend gemacht. Ihre Erziehung ist auf jeden Fall nachhaltig, weil sie überhaupt keine andere Meinung zulässt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich manchmal froh bin, kein Deutscher zu sein, obwohl das meine Muttersprache ist. Deutsche suchen anscheinend immer nach Möglichkeiten, Ihren Untergang selbst zu verschulden, wie die Geschichte eindrucksvoll zeigt.

        Dazu ein kurzer Beitrag:

        Obdachloser Zweifachmörder zu lebenslanger Haft verurteilt

        Das Budapester Berufungsgericht hat vorgeschlagen, die lebenslange Haftstrafe des Mannes aufrechtzuerhalten, der innerhalb weniger Monate zwei Menschen getötet hat.

        In seinem erstinstanzlichen Urteil vom 19. Januar 2023 befand das erstinstanzliche Gericht Balassagyarmat den Mann mittleren Alters des Verbrechens der fahrlässigen Tötung mehrerer Personen für schuldigt.

        Ich weiß, Mord- und Todschlag gibt es eigentlich nur bei Migranten.

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  6. Sind Sie noch über das Leben in Deutschland informiert oder verschliessen Sie vor den Negativentwicklungen seit 2015 einfach die Augen und wiederholen dabei mantramässig in Ungarn ist es auch nicht besser?

    Legen Sie Ihre ideologischen Scheuklappen ab und erkennen Sie die Realität. Deutschland ist auf dem Weg zum shithole – dagegen ist Ungarn noch ein Ort der Glückseligen!

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      1. Deutschland befindet sich sichtbar am Abstieg: in Freibädern sucht die Bevölkerung Schutz vor Schutzsuchenden, Silvester eskaliert regelmäßig, die neue Kultur der Messerstechereien, staatlich zugelassener Klimaterror, Abschalten von AKWs in einer Energiemangellage und dadurch weitere Verteuerung der Strompreise mit negativen Auswirkungen auf die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft, Belastung der Sozialkassen durch ungebremste, massenhafte Zuwanderung Ungebildeter, Parteispitzen ohne Bildung jenseits des Abiturs – wie soll eine Gesellschaft das auf Dauer aushalten? Natürlich gibt es auch in Ungarn Kritikpunkte, aber unterm Strich läuft es hier deutlich besser.

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        1. Herr Stefan – ” unterm Strich läuft es hier deutlich besser.” Woran machen Sie das fest ? Die Wirtschaftszahlen sind um ein vielfaches in Deutschland besser als in Ungarn. Über die Enegie der Zukunft kann man diskutieren, aber die Abhangigkeit von billigem, fossilen Material war , wie man jetzt sieht , auch nicht unbedingt das beste. Obs in Ungarn in Zukunft besser lauft , wird man sehen. Die müssen ja erstmal ihr total veraltetes Stromnetz erneuern, und momentan fehlt halt die Kohle dazu ! Und ohne die Steuern der Zuwanderer, wäre Deutschland in einem Monat Bankrott. Nicht jeder Zuwanderer ist ein Sozialschmarotzer, Sie werfen ganze Bevölkerungsgruppen in eine ihrer Schubladen. Es gibt da viel Probleme, ohne Frage, ab die Zeit wird diese lösen. In der USA sind 99,9 % der Bevölkerung Zuwanderer !

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          1. Woran ich das festmache? Zunächst mal am Lebensgefühl. Deutschland hat seit meinem Weggang in den Nullerjahren tendenziell an Wohlstand verloren. Für die Mittelschicht wird es zunehmend enger, das Thema Zweitjob alltäglicher. Natürlich geht es Deutschland wirtschaftlich gesehen (noch!) besser als Ungarn, aber Ungarn hat in den letzten Jahren ordentlich aufgeholt. Und mit 80% anstatt vielleicht 50% vorher lebt es sich besser als mit 92% nach den 100%. Das ist reine Psychologie.
            Es wird sicherlich auch so sein, dass es den ein oder anderen syrischen Arzt gibt. Aber in der Masse betrachtet ist die Migrationsbewegung seit 2015 für Deutschland ein klares Verlustgeschäft.
            Mir ist vollkommen schleierhaft, wie sie darauf kommen, dass Deutschland ohne die Migranten schlechter dastünde. Das ist schon eine Realitätsverweigerung im umfangreichen Maßstab.

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        2. Meine Frage, woher beziehen Sie Ihre Rente? Aus Deutschland? Können Sie dann noch ruhig schlafen oder denken Sie schon über einen Selbstmord nach? Denn wenn man Ihre Erzählung so liest, muss man meinen, dass Deutschland sich morgen schon auflöst und zahlungsunfähig wird. Ich kann Sie beruhigen, trotz der vielen Todschlagargumente wird Deutschland mindestens so lange wie Ungarn bestehen bleiben und das BIP pro Person wird ebenfalls deutlich höher als in Ungarn sein. Also weg mit den schädlichen Selbstmordgedanken, Augen auf und zurück ins Leben! 🙂

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        3. Meine Großmutter hatte mir mal etwas gesagt, was mir bis heute in Erinnerung geblieben ist. Ich übersetze das mal ins Hochdeutsche:

          Einbildung hat für viele Menschen den gleichen Stellenwert wie Bildung. Für sie existiert kein Unterschied. Denn obwohl sie durch die Einbildung nachweislich Schaden nehmen und Nachteile haben, weil es nur eine Traumwelt ist, gehen sie unbeirrt weiter bis zum bitteren Ende.

          Wenn man die deutsche (nicht nur die jüngste) Geschichte betrachtet, muss man feststellen, dass sie Recht hatte.

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  7. Na dann, auf nach Ungarn ! Nur krank werden sollten Sie hier nicht, seitdem Sie sind finaziell gut gestellt. Klar geht vieles in Deutschland in die falsche Richtung, das will ich ja gar nicht abstreiten. Aber denken Sie nicht , dass in Ungarn deswegen das Schlaraffenland wäre. Ort der Glückseligen ? Da frag ich mal nach Arbeitschluss meine Mitarbeiter ! (Von denen übrigens in den letzten 6 Monaten 5 nach Deutschland ausgewandert sind, weil sie dort das zig- fache verdienen)

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    1. Aber, aber Herr Rieger!
      Sie sind doch kein deutscher Ausbeuter der in Ungarn eine Unternehmung hat und die ungarischen Arbeiter unterirdisch bezahlt?
      Sonst würden sie ja nicht scharenweise nach Deutschland wegen der Arbeit auswandern?
      Diese 5 werden spätestens in 3 Jahren wieder in Ungarn und einer wichtigen Lebenserfahrung reicher sein.
      Ich war im sozialistischen Ungarn (Volksrepublik) 1977 als junger Diplomingenieur ein “Klassenfeind”. Das hat mir der Genosse Direktor meines ersten Arbeitsplatzes offen mitgeteilt.
      Nach über 40 Jahren in Deutschland bin ich wieder in Ungarn und freue mich über die Lockerheit, über freundliche Menschen, billige Energiepreise, sichere Energieversorgung, offene Gespräche über alle Themen mit meinen Mitmenschen.
      Ungarn ist ein Land mit zehn Millionen Freiheitskämpfern.
      Deutschland ein Land mit 80 Millionen Duckmäusern und Untertanen, die unbedingt einen Führer…oder eine Nanny…
      DAS ist meine persönliche Erfahrung in den 40 Jahren in Deutschland.

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  8. Ungarn das Land der Glückseligen? Wenn man über genügend Geld verfügt stimmt das ja vielleicht sogar.
    Aber was ist mit den vielen Obdachlosen die ich in Budapest z.B. gesehen habe. Denken die auch das sie im Land der Glückseligen leben?
    Im Oktober werde ich wieder in Budapest sein. Ich bin gespannt was ich dann sehen werde.

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    1. Ich habe nicht geschrieben ” Ungarn ist das Land der Glückseligen”, sonder “dagegen ist Ungarn ein Land der Glückseligen” ein kleiner aber feiner Unterschied, für denjenigen der die deutsche Sprache beherrscht!

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      1. Ja es ist ein kleiner Unterschied, aber tatsächlich nur ein kleiner, der die Sache nicht besser macht.
        Insel der Glückseligen ist ja nur eine Phrase, die tatsächlichen Verhältnisse in den beiden genannten Ländern unterscheiden sich in vielen Gebieten und werden entweder verklärt oder im anderen Fall übertrieben dargestellt.

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          1. Dann erklären Sie sich mal, was Sie genau damit sagen wollen. Ich vermute, Sie wollten genau das sagen, was Frau Werrman geäußert hat. Der Psychologe nennt das Rationalisierung! Umgangssprachlich kann man auch vom Verstecken der eigenen Meinung sprechen, mit dem Ziel zu manipulieren.

            Wenn nicht, ich warte darauf!

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            1. Ganz einfach: “So gesehen ist Ungarn die Insel der Glückseeligen” macht einen Vergleich mit etwas anderem, lässt aber zugleich auch erkennen, dass es dennoch Kritikpunkte gibt, also nicht alles perfekt ist. “Ungarn ist die Insel der Glückseeligen” meint, dass hier alle glücklich sind.
              Schade, dass Sie das nicht verstehen (wollen). Insofern ein 2. Versuch: Wenn jemand in Afrika 5 Dollar/Tag verdient, hat er ein Vielfaches von den Menschen um ihn herum. So gesehen ist er also reich, obwohl dieser Betrag in Europa ihn als arm dastehen lässt.
              Wenn man in Bezug auf Afrika (nur) schreibt, “er sei reich”, dann ist diese Aussage eben eine ganz andere und objektiv falsch.

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              1. Selten so einen Schwachsinn gelesen. ““Ungarn ist die Insel der Glückseeligen” meint, dass hier alle glücklich sind.” Dann waren Sie anscheinend noch nie in Ungarn. Dass hier alle glücklich sind, woher nehmen sie denn so ein dummgelabers ? Dann unterhalten Sie sich mal mit eine paar Ungarn ! Die erzahlen da aber ganz was anderes.

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                1. Wer sagt “Ungarn ist die Insel der Glückseeligen”, der meint, dass die Menschen hier glücklich sind. Ob das wirklich so ist, steht dann nicht zur Debatte. Nur zur Erinnerung: es geht um den Unterschied zwischen “Insel der Glückseeligen” und “So gesehen die Insel der Glückseeligen”. Alle anderen Interpretationen sind Ihren mangelhaften Deutschkenntnissen (Sie machen schon viele Fehler) oder Ihren bösartigen Unterstellungen zuzuschreiben. Schönen Tag noch, ich bin jetzt raus!

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              2. Bei einer positiven Betrachtung, liegt Ungarn nach einer kürzlich veröffentlichten Umfrage auf Platz eins der drei unglücklichsten Länder der Welt. Man könnte es aber auch so formulieren, dass Ungarn den zweiten Platz der unglücklichsten Länder belegt, da Ungarn und Argentinien etwa den gleichen Prozentwert bei den Unglücklichen erreichen. Zahlenmäßig halten sich nur ca. 14 % der Ungarn für glücklich.

                Die frisch veröffentlichte Umfrage von Ipsos hat das Glück der Menschen in 30 Ländern gemessen. Sie steht im Einklang mit der nicht repräsentativen Forschung des Money Centers von Ende Dezember, die auch ergab, dass die Ungarn nicht sehr glücklich sind.

                Die Glücklichsten leben in den Niederlanden, wo 86 % der Befragten angaben, glücklich zu sein. Es folgen Australien (85 %), China (83 %), das Vereinigte Königreich (83 %) und Indien (82 %). Auch die Bevölkerung Frankreichs, Saudi-Arabiens, Kanadas, Schwedens und der USA wird im Ranking unter den glücklichsten Nationen geführt.

                Da Sie ja der ungarischen Sprache mächtig sind, können Sie es hier detailliert nachlesen:

                https://www.penzcentrum.hu/egeszseg/20220415/sulyos-latlelet-a-magyarokrol-a-vilag-harom-legboldogtalanabb-orszaga-kozott-vagyunk-1124032

                Um Quellenkritik gleich auszuschließen, auch Ungarn Heute hat darüber berichtet und die werden Sie bei Ihrer politischen Einstellung wohl nicht als anrüchig bezeichnen!

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                1. Bevor Sie wieder ein Haar in der Suppe suchen und finden, soziologische Umfragen zu Einstellungen sind auch nach einem Jahr noch aktuell, da bei individuellen Einstellungen ein hoher Beharrungsmoment existiert. Deshalb sind Aussagen wie kürzlich und frisch kein Widerspruch. Solche Untersuchungen finden auch nicht jährlich statt, da sich diese Werte erst über einen sehr langen Zeitraum verändern.

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                  1. Darf man an der Stelle Churchill zitieren oder darf man darauf verweisen, dass Ungarn historisch gesehen immer ein wenig depressiv daherkam, egal wer hier gerade das Zepter in der Hand hatte? Im Erzgebirge gibt es auch die meisten Suizide in Deutschland – das war aber schon beim Kaiser so. Kann man daraus jetzt schließen, dass diese Menschen jetzt besonders kritisch die Arbeit unserer besten Bundesregierung aller Zeiten sehen und nur diesen einen Ausweg sehen?

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                    1. 1. “Wer sagt “Ungarn ist die Insel der Glückseeligen”, der meint, dass die Menschen hier glücklich sind.”
                      2. “dass Ungarn historisch gesehen immer ein wenig depressiv daherkam, egal wer hier gerade das Zepter in der Hand hatte?”

                      Ja, aber Sie sagen doch selber gerade unter Nr. 1, dass Ungarn die Insel der Glückseligen ist (siehe oben). Die zwei Aussagen widersprechen sich (völlig entgegengesetzt) und sind in der Gesamtheit dadurch völlig unlogisch! Und was heißt übrigens historisch? Aktuell nicht?

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    2. Obdachlose sieht man in Budapest erst seit etwa 2 Jahren, seitdem die vollkommen blöde Sozimarionette Gergely Karácsony Oberbürgermeister ist. Budapest kann bald im Rennen zum Shithole-City bei vielen deutschen Großstädten mitmachen. Bürlün, Frankfurt, Hamburg, Bremen, Köln, Bochum usw….

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      1. Dann sind sie Sie, mit Verlaub gesagt, sehr blind. Denn ich bin fast jedes Jahr in Budapest und habe ein ganz anderes Bild gesehen. Obdachlosigkeit gibt es nicht erst seit dem jetzigen Bürgermeister, der übrigens keine “vollkommen blöde Sozialmarionette” ist. Das sie ihn so bezeichnen sagt sehr viel über Sie selbst aus.

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        1. Liebe Uschi, ich lebe in Ungarn und bin nicht nur einmal im Jahr in Budapest.
          Und “Sozimarionette” ist ein Sozialist, der nur im Vordergrund Anweisungen dunkelroter Hintermänner ausführt.
          Hat nichts mit “sozial” zu tun. Denn auch der Sozialismus ist nur ein Tarnbegriff für asoziale Politik. Sie liebe Uschi sind offenbar auch darauf reingefallen…

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        2. Ich möchte noch etwas hinzufügen. In Budapest scheint ein Machtkampf stattzufinden, der durchaus irritierend ist.
          Zum Beispiel wenn es um die Öffnung der berühmten ‘Kettenbrücke’ für den Autoverkehr geht. Folgendes wurde beschlossen “Die Bedingung für die staatliche Unterstützung in Höhe von 6 Milliarden Forint (16,2 Millionen Euro) für die Brücke war, dass die vollständige oder teilweise Einschränkung des Fahrzeugverkehrs nicht länger als 18 Monate dauern sollte. Diese Vereinbarung wurde von Gergely Karácsony selbst unterzeichnet, …”
          Inzwischen steht die Brücke für den normalen Autoverkehr NICHT bereit.
          Details kann man der Presse entnehmen.

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  9. Herr Németh, ich behersche die deutsche Sprache sehr gut. Obwohl ich “shithole” jetzt nicht unbedingt als deutsches Wort erkannt habe. Es gibt wie überall auf der Welt Vor- und Nachteile. Die muss man akzeptieren , wenn man dort lebt. Oder eben dahin gehen , wo man es für besser hält. Ich finde es halt nicht korrekt, wenn man deutschen Lohn bezieht, und deshalb dort lebt, die Vorteile geniesst, aber nur negatives berichtet. Dagegen scheint in Ungarn nur die Sonne. So ist es aber nicht, das sind die Realitäten.

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    1. Das haben Sie sehr gut erkannt. “shithole” ist englisch, man könnte das Wort auf deutsch mit
      “Drecksloch” übersetzen und leider ist Deutschland auf dem Weg ein Solches zu werden.

      Wenn Sie so für Korrektheit sind, dann sollten Sie die Realitäten in Deutschland nicht ausblenden oder darüber hinweggehen sondern sie realisieren. Ansonsten sind Sie auch nicht besser wie diejenigen, die Ungarn in den Himmel loben, die negativen Seiten aber ausblenden.

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  10. Wieso sind hier eigentlich die Beiträge so durcheinander? Beiträge vom 24. und von heute sind willkürlich durcheinander gewürfelt. Wie kommt das? Es ist ziemlich verwirrend, wie kann das denn passieren? Das ist mir schon mehrmals auch bei anderen Themen aufgefallen.

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    1. Ich verstehe das so Frau Werrmann, dass Leser auf einzelne Beiträge antworten und das kann auch an einem späteren Tag passieren.

      Und ansonsten: ein Vergleich Deutschland – Ungarn wäre dick wie ein Buch, aber superinteressant, finde ich.

      Tatsächlich ist die angerissene Frage nicht von der Hand zu weisen: sollte D. wirklich auf dem absteigenden Ast sein und Rente nicht mehr ausbezahlt werden, was dann ?
      Ein Szenario, das man sich mal durch den Kopf gehen lassen sollte.

      Mein Eindruck von Ungarn ist, dass es auf dem Startblock einer sehr guten Entwicklung steht. (Stichwort: Schweiz der osteuropäischen Länder).

      Das fühlt sich jetzt schon gut an und dazu kommt für mich das wärmere Klima, der große Garten und ein angenehmes Umfeld. Genug Gründe für mich, diesen Schritt zu wagen und Danke für die Aufnahme in Ungarn zu sagen.

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      1. Vielen Dank Frau Koch, scheint so zu sein wie sie schreiben.
        Finde ich aber trotzdem komisch. Man liest ja auch die anderen Antworten zu einem Thema und dann wird es verwirrend. Aber ich gewöhne mich bestimmt daran.

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  11. Die Diskussion ist irgendwie abgerutscht! Der Autor stellt in Deutschland als Land der Messerstecher und Vergewaltiger dar! Sein einziger Grund ist die Anwesenheit der großen Anzahl der Migranten! Er huldigt der einseitigen , diskriminierenden Problembeschreibung, wobei der rassistische Hintergrund in seiner Einstellung deutlich erkennbar ist. Diesen dürftigen Beitrag als Glosse zu bezeichnen ist nicht zu verstehen!!
    Wenn es um die Probleme der Migration geht, sollte als erstes deren Ursachen suchen und die völlig verfehlte Migrationspolitik der Bundesregierungen kritisch beleuchten!
    Ursache, dass viele Menschen ihre Heimatverlassen und in das “Wunderland ” BRD kommen liegt doch einzig darin, dass in ihrer Heimat die Lebensverhältnisse -politisch, ökkonomisch und sozial- katastrophal sind! Wobei die Ursache dafür wiederum in der Jahrzehnte dauernde Ausbeutung durch die Länder vor allem des Werte – Westens inklusive USA zu suchen ist!

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    1. “Wobei die Ursache dafür wiederum in der Jahrzehnte dauernde Ausbeutung durch die Länder vor allem des Werte – Westens inklusive USA zu suchen ist!”
      Gewiss nicht alleine in der Ausbeutung durch Franzosen, Belgier und andere. Afrikanische Staaten kommen auch nicht auf die Beine, weil sie es nicht schaffen, sich von ihren eigenen korrupten und gewalttätigen Verhältnissen zu befreien, selbst wenn sie Hilfe und Ratschläge bekommen. In einigen Länder spielen Religion, aber auch Rassismus eine bittere Rolle, die alles dominieren.

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