Aus dem Gerichtssaal

Todesschütze bleibt auf freiem Fuß

Der Verursacher eines tödlichen Jagdunfalls wurde rechtskräftig zu einer auf Bewährung ausgesetzten Gefängnisstrafe verurteilt.
13. November 2023 17:00

Der Gerichtshof Nyíregyháza bekräftigte vor dem Wochenende das Urteil aus erster Instanz, wonach der Jäger für seine Tat mit einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und einer Geldstrafe in Höhe von 600.000 Forint (knapp 1.600 Euro) sanktioniert wurde. Das Gefängnis wurde für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Im Mai 2020 hatte sich in Újfehértó im Komitat Szabolcs ein bizarrer Jagdunfall mit Todesfolge zugetragen. Der Täter war an jenem Wochenende zu Gast in dem ihm unbekannten Jagdrevier, weil er die Waffe seines Gastgebers für einen eventuellen späteren Kauf ausprobieren wollte. Die Jagd auf einen Rehbock verlief erfolglos, doch zum Abschluss dieser Jagd ereignete sich das Unglück mit der geladenen Waffe. Beim Entladen gab der Mann ungewollt einen Schuss ab, während er die Jagdwaffe zufällig in Richtung der Stadt gerichtet hielt. Die Kugel traf einen anderen Mann, der sich in mehr als zwei Kilometern Entfernung just zu jenem Zeitpunkt im Garten seines Grundstücks in Újfehértó aufhielt. An den Folgen der Schusswunde verstarb der Getroffene wenig später im Krankenhaus.

Das rechtskräftige Urteil entlastet den fahrlässigen Jäger, der sich im Prozess als unschuldig bezeichnete, von den negativen Auswirkungen einer Vorstrafe. Wie Lokalmedien berichteten, zeigte sich die Familie des Opfers von dem Urteil schockiert. Obendrein soll der Täter nicht einmal zu einer Entschuldigung imstande gewesen sein.

 

Ein Gedanke zu “Todesschütze bleibt auf freiem Fuß

  1. Es war sicher kein Unglück.
    Der Todesfall war die direkte Folge unsachgemäßer und dilettantischer Handhabung einer tödlichen Waffe. Wenn auch nicht beabsichtigt.
    Solche Idioten gehören weit weg von Schußwaffen weggesperrt…
    Der Todesschütze gehört in den Knast, der Waffenbesitzer der ihm die Nutzung der Waffe offenbar nicht ausreichend erklärt und den Umgang nicht beaufsichtigte könnte evtl. eine Bewährungsstrafe bekommen.
    Oder waren es vielleicht durch Soros-NGOs oder dem US-Gouverneur Pressman “sensibilisierte” Richter?
    Sind wir schon im wilden Westen?
    Wieviel ist ein Richterleben wert? Auch 1600 Euro?

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