Die Sonne mag hier romantisch wirken, für die Bauern brennt sie unbarmherzig. Foto: MTI/ Péter Komka

Wochenendwetter

Sonne pur, aber kein Hitzealarm

Es bleibt heiß und trocken, die Agrarmeteorologen warnen nun vor einer ähnlich dramatischen Dürre wie 2022.

Die große Hitze bleibt allen dramatischen Ansagen alternativer Wetterfrösche im Internet zum Trotz weiterhin aus. Der Wetterdienst HungaroMet verweist auch für das vor uns liegende Wochenende auf Tagestemperaturen von max. 25-30°C, die jeweils von kühlen, erfrischenden Nächten (mit Tiefstwerten teils unter 10°C!) abgelöst werden. Auch den Wind aus nördlichen Richtungen darf man noch durchaus als erfrischend empfinden, erst recht wenn man sich den direkten Sonnenstrahlen aussetzt. Richtig heiß wird es wohl erst am Montag, doch bereits tags darauf könnte das Karpatenbecken eine leichte Kaltfront erreichen – Hitzealarm wird also frühestens Ende Juni ausgerufen.

Leider macht der fehlende Regen den Landwirten zu schaffen. Laut Agrarmeteorologie ist für die nächsten zehn Tage kaum mit Niederschlag zu rechnen. Das aber lässt Erinnerungen an die Dürre von 2022 wach werden. Diese hatte landesweit knapp 80.000 km2 (!) erfasst, was nach der Ausbreitung die drittgrößte Fläche nach den Rekordjahren 2015 und 2012 war. Die letzte große Regenfront dieses Jahres liegt nun schon einen Monat zurück, in den letzten 30 Tagen fehlten durchschnittlich 20-60 mm Niederschlag, der Boden könnte 80-120 mm zusätzlich vertragen. Die im Frühling landesweit üppige Vegetation ist aktuell nur noch in Transdanubien anzutreffen, weiter östlich beginnt die Natur auszutrocknen.

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