Aus dem Gerichtssaal

NAV „entsorgt“ 5.000 Pkw

Eine Familie aus Érd führte jahrelang ohne nötige Genehmigungen betrügerische Ummeldungen von Fahrzeugen durch.

Die Steuer- und Finanzbehörde (NAV) teilte am Montag mit, dass infolgedessen mehr als 5.000 Autos stillgelegt werden müssen. Die Betrüger bauten eine Kette von fast zwanzig Firmen auf, die auf Strohmänner eingetragen waren. Diese dienten ausschließlich zur Umschreibung von Fahrzeugen ohne tatsächliche wirtschaftliche Tätigkeit. Dadurch machten sie sich der Urkundenfälschung schuldig. Die tatsächlichen Eigentümer und Nutzer der Fahrzeuge, die in früheren Ermittlungen nicht identifiziert werden konnten, begingen mit diesen Fahrzeugen sowohl Ordnungswidrigkeiten als auch verschiedene Straftaten. Die Firmen, die offiziell als Eigentümer der Fahrzeuge eingetragen waren, zahlten keine Steuern und Abgaben für den Kauf und die Nutzung der Fahrzeuge. Die tatsächlichen Nutzer wussten das. Nach Auswertung der Daten stellte sich heraus, dass die Familie mehr als 1.200 Fahrzeuge bei den Zulassungsstellen umgemeldet hat. Allein bei der Vermögensteuer stellten die Finanzermittler einen Schaden von etwa 65 Mio. Forint (ca. 163.000 Euro) fest, Gelder, die nicht an den Staat abgeführt wurden. Vier Personen wurden wegen Steuerbetrugs und vier weitere wegen Urkundenfälschung vernommen. Die Angeklagten bleiben vorerst auf freiem Fuß. Die Ermittler veranlassten die Stilllegung von mehr als 5.200 Fahrzeugen und werden im Laufe des Verfahrens voraussichtlich weitere Verdächtige vernehmen.

Ein Gedanke zu “NAV „entsorgt“ 5.000 Pkw

  1. Das ist doch nur die Spitze des Eisbergs zum Thema Betrug, Urkundenfälschung und letztendlich Korruption. Ich habe von ganz anderen Taten gehört. In Ungarn wird halt gerne geschummelt. In diesem Fall kann ich mir vorstellen, dass die entsprechenden Ämtern am Betrug beteiligt waren.

    Wenn die Politik als Vorbild genommen wird, dann darf man sich nicht wundern, wenn das Volk ein gewisses Unschuldsbewusstsein entwickelt.

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